Pfizer übertrifft Erwartungen trotz Covid-Rückgang – Adipositas-Deal im Fokus
Pharmariese setzt auf Metsera-Übernahme für 10 Milliarden Dollar, während Covid-Umsätze weiter sinken.

Pfizer hat im vierten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen, obwohl die Umsätze mit Covid-19-Produkten deutlich zurückgingen. Der US-Pharmariese meldete einen bereinigten Gewinn von 66 Cents je Aktie bei einem Umsatz von 17,56 Milliarden Dollar. Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen seine verhaltene Jahresprognose für 2026, die bereits im Dezember für Verunsicherung an den Märkten gesorgt hatte.
Der Quartalsumsatz lag rund ein Prozent unter dem Vorjahreswert, was hauptsächlich auf die nachlassende Nachfrage nach dem Covid-Impfstoff und der antiviralen Pille Paxlovid zurückzuführen ist. Unter dem Strich wies Pfizer einen Nettoverlust von 1,65 Milliarden Dollar aus, verglichen mit einem Gewinn von 410 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte Kennzahl berücksichtigt Restrukturierungskosten und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte.
Metsera-Übernahme als strategischer Schwerpunkt
Um den Umsatzrückgang bei Covid-Produkten zu kompensieren, setzt Pfizer verstärkt auf langfristige Investitionen in seine Produktpipeline. Kernstück dieser Strategie ist die kürzlich angekündigte Übernahme des Adipositas-Biotech-Unternehmens Metsera für 10 Milliarden Dollar. Das Unternehmen präsentierte am Dienstag vielversprechende Daten aus einer mittleren Studienphase: Die monatlich verabreichte Adipositas-Injektion von Metsera führte zu einer deutlichen Gewichtsreduktion bei den Probanden.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Pfizer mit einem bereinigten Gewinn zwischen 2,80 und 3,00 Dollar je Aktie sowie Gesamterlösen von 59,5 bis 62,5 Milliarden Dollar. Dies würde eine weitgehende Stagnation gegenüber 2025 bedeuten. Die Covid-Produkte dürften im Jahresvergleich um rund 1,5 Milliarden Dollar auf 5 Milliarden Dollar zurückgehen.
Patentverluste und Preisdruck belasten Ausblick
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Zur AktienanalyseZusätzlich belastet der Verlust der Marktexklusivität bei mehreren Produkten die Umsatzprognose mit weiteren 1,5 Milliarden Dollar. Blockbuster-Medikamente wie der Pneumokokken-Impfstoff Prevnar sehen sich zunehmender Konkurrenz ausgesetzt. Hinzu kommt Preisdruck durch ein wegweisendes Abkommen mit US-Präsident Donald Trump: Pfizer verpflichtete sich, bestehende Medikamente für Medicaid-Patienten zu den niedrigsten international verfügbaren Preisen anzubieten.
Im Gegenzug erhält das Unternehmen eine dreijährige Zollbefreiung. Die Arthritis-Medikamente Xeljanz und Xeljanz XR wurden bereits für Medicare-Preisverhandlungen ausgewählt, die 2028 in Kraft treten. Parallel dazu arbeitet Pfizer an einem umfassenden Kostensenkungsprogramm, das bis Ende 2027 Einsparungen von rund 7,7 Milliarden Dollar bringen soll.


