Pfizer plant Klage gegen Novo Nordisk und Metsera
Streit um Übernahmeangebot für Metsera verschärft Konkurrenzkampf im Pharmasektor

Pfizer bereitet eine Klage gegen Metsera und möglicherweise auch gegen Novo Nordisk vor, nachdem das dänische Unternehmen ein nicht angefordertes Übernahmeangebot für Metsera abgegeben und damit Pfizers bestehendes Angebot übertroffen hat. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person gegenüber Semafor erklärte, soll die Klage darauf abzielen, mögliche Wettbewerbsverstöße zu prüfen, die im Zusammenhang mit dem Vorgehen von Novo Nordisk und Metsera stehen könnten.
Pfizer hatte zuvor erklärt, dass das Angebot von Novo Nordisk im Vergleich zur eigenen Vereinbarung mit Metsera nicht als überlegenes Unternehmensangebot einzustufen sei. Das US-amerikanische Pharmaunternehmen warf Novo Nordisk vor, den Wettbewerb rechtswidrig unterdrücken zu wollen. Zudem soll das Angebot so strukturiert worden sein, dass es bestehende Kartellgesetze umgehe und damit unfaire Vorteile auf dem Markt schaffe.
Die Verhandlungen zwischen den drei Unternehmen haben in den vergangenen Tagen zu erheblichen Bewegungen an den Aktienmärkten geführt. Während die Aktien von Metsera zuletzt um 26 Prozent zulegten, verzeichnete Pfizer einen leichten Anstieg von 0,2 Prozent. Die Papiere von Novo Nordisk gaben dagegen um 2,1 Prozent nach. Marktbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die rechtlichen Unsicherheiten und die mögliche Verzögerung einer Übernahmeentscheidung.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalysePfizer, Metsera und Novo Nordisk reagierten bislang nicht auf Anfragen von Medienvertretern zu den laufenden Vorgängen. Analysten betonen, dass eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen den Unternehmen weitreichende Auswirkungen auf den globalen Pharmasektor haben könnte, insbesondere im Hinblick auf künftige Übernahmen und den Umgang mit wettbewerbsrechtlichen Vorschriften. Der Fall wird von Investoren aufmerksam verfolgt, da er Rückschlüsse auf die strategische Ausrichtung großer Pharmakonzerne im Bereich biotechnologischer Innovationen zulässt.


