Pfizer erhält 29 Millionen Dollar im SEC-Insiderhandel-Vergleich
Ein US-Bundesrichter genehmigte den Vergleich im Zusammenhang mit dem berüchtigten SAC-Capital-Insiderhandelsskandal.

Ein US-Bundesrichter in Manhattan hat Pfizer einen Vergleich über 29 Millionen Dollar mit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC genehmigt. Die Zahlung stammt aus dem 601,8 Millionen Dollar schweren Vergleich des ehemaligen Hedgefonds SAC Capital Management, der im Jahr 2013 wegen Insiderhandels geschlossen wurde. SAC Capital wurde von Milliardär Steven A. Cohen gegründet und geleitet.
Im Mittelpunkt des Skandals stand Mathew Martoma, ein ehemaliger SAC-Mitarbeiter. Er hatte Insiderinformationen über eine Alzheimer-Studie aus dem Jahr 2008 genutzt, um mit Aktien der Pharmaunternehmen Wyeth und Elan zu handeln. Martoma wurde später wegen Wertpapierbetrugs und Verschwörung zu neun Jahren Gefängnis verurteilt.
Pfizer legte erfolgreich Berufung ein
Pfizer hatte Wyeth im Jahr 2009 übernommen und war damit rechtlicher Nachfolger des Unternehmens. US-Bezirksrichter Victor Marrero hatte ursprünglich im November 2024 entschieden, dass die verbliebenen 75,2 Millionen Dollar vollständig an das US-Finanzministerium fließen sollten – mit der Begründung, Wyeth sei kein direktes Opfer Martomas gewesen.
Der New Yorker Pharmakonzern legte daraufhin Berufung ein. Pfizer argumentierte, dass ein Neurologe, der Martoma vertrauliche Informationen über die Alzheimer-Studie zugespielt hatte, gegenüber Wyeth eine Treuepflicht verletzt habe. Damit beanspruchte Pfizer einen Anspruch auf die verbliebenen Mittel aus dem SAC-Vergleich.
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Zur AktienanalyseIm Rahmen des nun genehmigten Vergleichs erhält Pfizer 29 Millionen Dollar und zieht im Gegenzug seine Berufung zurück. Die verbleibenden 46,2 Millionen Dollar fließen an das US-Finanzministerium. Gegen SAC-Gründer Cohen selbst wurden keine strafrechtlichen Anklagen erhoben. Er benannte seinen Hedgefonds im Jahr 2014 in Point72 Asset Management um, unter dem er bis heute aktiv ist.


