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Pfizer erhält 29 Millionen Dollar aus SEC-Vergleich mit Cohen-Hedgefonds

Pharmariese sichert sich fast zwei Fünftel der Restsumme aus historischem Insiderhandels-Fall.

Pfizer erhält 29 Millionen Dollar aus SEC-Vergleich mit Cohen-Hedgefonds

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat sich mit der amerikanischen Börsenaufsicht SEC auf eine Zahlung von 29 Millionen Dollar geeinigt. Das Geld stammt aus einem aufsehenerregenden Insiderhandels-Vergleich mit SAC Capital Management, dem ehemaligen Hedgefonds des Milliardärs Steven A. Cohen. Die Einigung beendet einen jahrelangen Rechtsstreit um die Verteilung der Gelder aus dem Fall.

Der ursprüngliche Vergleich aus dem Jahr 2013 belief sich auf 601,8 Millionen Dollar. SAC Capital hatte sich schuldig bekannt, illegal mit Aktien der Pharmaunternehmen Wyeth und Elan gehandelt zu haben. Nach der Entschädigung geschädigter Anleger blieben 75,2 Millionen Dollar übrig – um diese Summe entbrannte der Streit zwischen Pfizer und der SEC.

Pfizer argumentierte, das Unternehmen habe Anspruch auf die gesamten Restmittel. Die Begründung: Ein Neurologe, der dem SAC-Mitarbeiter Mathew Martoma 2008 Insiderinformationen über eine Alzheimer-Studie zugespielt hatte, war als Berater für Wyeth tätig gewesen. Pfizer hatte Wyeth 2009 übernommen und sah sich daher als rechtmäßigen Erben der Ansprüche.

Richter wies Pfizers Forderung zurück

Der zuständige Bezirksrichter Victor Marrero entschied im November 2024 gegen Pfizer. Seine Begründung: Wyeth zählte nicht zu den direkten Opfern von Martomas Insiderhandel. Marrero schloss sich der Position der SEC an, wonach die kompletten 75,2 Millionen Dollar an das US-Finanzministerium fließen sollten. Pfizer legte daraufhin Berufung ein.

Mit dem nun erzielten Vergleich erhält Pfizer knapp 40 Prozent der umstrittenen Summe. Die verbleibenden 46,2 Millionen Dollar gehen an das Finanzministerium. Pfizer begründete die Einigung mit dem öffentlichen Interesse an der Durchsetzung von Wertpapiergesetzen und der angemessenen Verteilung von Geldern. Die Vereinbarung muss noch richterlich genehmigt werden.

Einer der größten Insiderhandels-Fälle der Geschichte

Mathew Martoma, der frühere Portfolio-Manager bei der SAC-Einheit CR Intrinsic Investors, wurde 2014 wegen Wertpapierbetrugs und Verschwörung zu neun Jahren Haft verurteilt. Er hatte auf Basis vertraulicher Informationen über eine klinische Studie Geschäfte in Höhe von Hunderten Millionen Dollar getätigt.

Gegen Steven A. Cohen selbst wurde nie strafrechtlich ermittelt. Der Hedgefonds-Manager benannte SAC Capital 2014 in Point72 Asset Management um und kehrte erfolgreich ins Geschäft zurück. 2020 kaufte er das Baseball-Team New York Mets. Laut Forbes verfügt Cohen heute über ein Vermögen von 23 Milliarden Dollar – er zählt damit zu den reichsten Menschen der Welt.

Der Fall gilt als einer der größten Insiderhandels-Skandale der US-Finanzgeschichte und führte zu verschärften Compliance-Regeln in der Hedgefonds-Branche.

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