Petronas plant Joint Venture mit Eni
Förderprojekte in Malaysia und Indonesien sollen in eigenständige Einheit überführt werden

Petronas rechnet mit einer Vorlaufzeit von ein bis zwei Jahren für die Gründung eines geplanten Gemeinschaftsunternehmens mit dem italienischen Energiekonzern Eni. Das Vorhaben betrifft bestimmte Förderanlagen in Indonesien und Malaysia. Ein leitender Vertreter des staatlichen malaysischen Öl- und Gaskonzerns erklärte dies am Dienstag im Rahmen der Energiekonferenz Energy Asia in Kuala Lumpur.
Bereits im Februar hatten beide Unternehmen eine Vereinbarung über die Gründung der gemeinsamen Unternehmung unterzeichnet. Ziel ist es, etwa drei Milliarden Barrel Öläquivalent an bereits erschlossenen Reserven zusammenzuführen, wobei zusätzlich ein potenzieller Explorationsertrag von zehn Milliarden Barrel Öläquivalent erwartet wird. Die neue Einheit soll eigenständig wirtschaften und sich selbst finanzieren.
Mohd Jukris Abdul Wahab, Executive Vice President und Chief Executive of Upstream bei Petronas, betonte bei der Konferenz, dass es bei der Kooperation darum gehe, eine unabhängige Einheit zu schaffen. Die Bündelung der Vermögenswerte soll nicht nur betriebliche Synergien ermöglichen, sondern auch die Finanzierungsmöglichkeiten des Gemeinschaftsunternehmens verbessern.
Auch auf Seiten von Eni wurde der Zusammenschluss als strategisch bedeutsam bezeichnet. Guido Brusco, Chief Operating Officer des italienischen Konzerns, nannte das Vorhaben einen „Game Changer“ für die Region. Im Fokus stehen dabei besonders die Vorkommen im Kutai-Becken in Indonesien. Eni hält dort unter anderem Anteile an den Projekten in den Northern- sowie Gendalo-Gandang-Hubs, die über umfangreiche Gasreserven verfügen.
Petronas plant, Projekte im indonesischen Kutai-Becken in die neue Gesellschaft einzubringen. Dafür soll ein Tausch von Beteiligungen mit Eni erfolgen, wobei sowohl malaysische als auch indonesische Assets berücksichtigt werden. Bestimmte kürzlich erworbene Blöcke wie Binaiya und Serpang in Indonesien werden jedoch von der Beteiligung ausgenommen, wie Petronas mitteilte.
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Zur AktienanalyseBeide Unternehmen setzen mit der geplanten Zusammenarbeit auf eine stärkere Positionierung in der Region Südostasien. Die langfristige Entwicklung des Gemeinschaftsunternehmens hängt jedoch von regulatorischen Genehmigungen und der Integration der verschiedenen Projektanteile ab. Bis zur vollständigen Umsetzung wird daher mit einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren gerechnet.


