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Petrobras investiert 486 Millionen in Bahia

Ölkonzern reaktiviert Düngemittelfabrik und vergibt Schiffbauaufträge an lokale Werft

Petrobras investiert 486 Millionen in Bahia

Der staatliche brasilianische Ölkonzern Petrobras will rund 2,6 Milliarden Reais, umgerechnet etwa 486 Millionen US-Dollar, in den nordöstlichen Bundesstaat Bahia investieren. Das gab Unternehmenschefin Magda Chambriard am Mittwoch in Rio de Janeiro bekannt. Das Geld soll in zwei Projekte fließen, die sowohl den Energiesektor als auch die maritime Industrie in der Region betreffen. Ziel ist es, die Aktivitäten des Konzerns im industriellen Bereich Bahias auszubauen und bestehende Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen.

Ein Teil der Summe ist für die Wiederaufnahme der Produktion in einer Düngemittelfabrik vorgesehen, die sich ebenfalls im Bundesstaat Bahia befindet. Die Anlage war in den vergangenen Jahren stillgelegt worden, Petrobras plant nun ihre Reaktivierung. Damit will der Konzern die inländische Produktion von Düngemitteln stärken und die Abhängigkeit Brasiliens von Importen in diesem Bereich verringern. Die Maßnahme soll zugleich Arbeitsplätze sichern und die lokale Wirtschaft ankurbeln, die seit längerem unter einer geringen Auslastung industrieller Kapazitäten leidet.

Darüber hinaus will Petrobras sechs sogenannte Support-Schiffe bei der Werft Enseada in Auftrag geben. Diese Schiffe sollen künftig für den Einsatz im Offshore-Bereich genutzt werden und dienen dazu, Bohrinseln und andere Anlagen auf See logistisch zu unterstützen. Mit dem Auftrag an die Werft soll auch die brasilianische Schiffbauindustrie gestärkt werden, die in den vergangenen Jahren durch sinkende Investitionen stark unter Druck geraten war. Enseada, einst eines der wichtigsten Zentren des brasilianischen Schiffbaus, erhält damit einen neuen Großauftrag, der der Branche in Bahia Auftrieb geben könnte.

Petrobras verfolgt mit den geplanten Investitionen zugleich das Ziel, seine strategische Präsenz in der nordöstlichen Region Brasiliens auszubauen. Der Bundesstaat Bahia gilt als wichtiger Standort für die Öl- und Gaswirtschaft, insbesondere durch seine Nähe zu den Offshore-Feldern im Atlantik. Mit der Wiederbelebung der Düngemittelproduktion und dem Ausbau der maritimen Infrastruktur setzt das Unternehmen ein Zeichen für eine breitere wirtschaftliche Diversifizierung.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer Pressekonferenz, bei der Unternehmenschefin Chambriard betonte, dass Petrobras seine Investitionen künftig stärker auf Projekte mit unmittelbarem Nutzen für die nationale Wirtschaft konzentrieren wolle. Der Konzern, der mehrheitlich in staatlicher Hand ist, bleibt damit ein zentraler Akteur für die industrielle Entwicklung Brasiliens und für die Versorgung des Landes mit Energie und industriellen Grundstoffen.

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