PetroChina startet Handel mit Rohstoffen für Energiewende
Fokus auf Lithium, Kupfer und neue europäische Märkte für Kohlenstoffhandel

Der staatliche Ölkonzern PetroChina plant den Einstieg in den Handel mit Metallen, die für die Energiewende benötigt werden. Dies teilte der neue Leiter des entsprechenden Teams, Richard Fu, mit. PetroChina reiht sich damit in die Gruppe globaler Energiekonzerne ein, die ihre Geschäftsbereiche diversifizieren und verstärkt auf Rohstoffe setzen. Fu, ein Experte mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Rohstoff- und Finanzbranche, wurde kürzlich zum Handelsmanager bei PetroChina International (London) Co Ltd ernannt. In einem Beitrag auf LinkedIn äußerte er sich dazu, dass er es als Ehre empfinde, den Geschäftsbereich für grüne Energiewende und Minerale bei PetroChina aufzubauen. Der Fokus liege auf dem Handel mit Kupfer, Lithium und weiteren Rohstoffen sowohl in physischer Form als auch in Form von Finanzderivaten.
Die börsennotierte Tochtergesellschaft von PetroChina, die China National Petroleum Corp (CNPC), reagierte nicht auf eine Anfrage zur Kommentierung dieser Pläne. Fu, der zuvor als Leiter des Rohstoffhandels bei der Londoner Niederlassung der Shanghai Pudong Development Bank tätig war, lehnte weitere Stellungnahmen ab. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die anonym bleiben wollte, gab an, dass neben Lithium und Kupfer auch Nickel gehandelt werden könnte. Zudem erwäge PetroChina, in den europäischen Markt für den Handel mit Kohlenstoffzertifikaten und Elektrizität einzutreten.
Die staatlichen Ölkonzerne Chinas suchen zunehmend nach Möglichkeiten, ihr Geschäft international zu diversifizieren, insbesondere angesichts einer verlangsamten Nachfrage nach Öl im Inland durch die steigende Verbreitung von Elektrofahrzeugen. Diese Entwicklung zwingt die Unternehmen dazu, sich an die wachsenden Anforderungen der Energiewende anzupassen. Große globale Energiekonzerne wie Exxon Mobil und Saudi Aramco haben ebenfalls damit begonnen, ihre Aktivitäten in Bereichen wie Lithium auszuweiten, um vom Übergang zur Elektrifizierung zu profitieren.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseExxon Mobil kündigte im vergangenen Jahr an, bis 2027 mit der Produktion von Lithium zu beginnen, das als wesentlicher Bestandteil von Batterien für Elektrofahrzeuge dient. Saudi Aramco und die Abu Dhabi National Oil Co (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten planen Berichten zufolge, Lithium aus Salzlaken in ihren Ölfeldern zu gewinnen. Diese Initiativen verdeutlichen die strategische Ausrichtung der Energiebranche auf die Nutzung neuer Rohstoffquellen, um die Energiewende voranzutreiben.


