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Peru erwartet Anstieg der Kupferproduktion

Behörden vereinfachen Genehmigungen, USA-Zölle zwingen zu neuen Absatzstrategien

 Peru erwartet Anstieg der Kupferproduktion

Die Kupferproduktion in Peru soll in diesem Jahr voraussichtlich um zwei bis vier Prozent steigen. Das erklärte Julia Torreblanca, Präsidentin des peruanischen Bergbau-, Öl- und Energieverbands SNMPE. Damit könnte die Jahresproduktion des Landes zwischen 2,79 Millionen und 2,85 Millionen Tonnen liegen. Im vergangenen Jahr belief sich die Fördermenge auf 2,74 Millionen Tonnen.

Torreblanca äußerte sich am Rande der CESCO- und CRU-Kupferkonferenzen in Chile in einem Interview. Dabei erklärte sie, dass die Regierung Perus derzeit daran arbeite, den Genehmigungsprozess für neue Bergbauprojekte zu vereinfachen. Ziel sei es, Produzenten die Möglichkeit zu geben, ihre Förderkapazitäten schneller auszubauen.

Peru ist derzeit der drittgrößte Kupferproduzent der Welt. Im Jahr 2023 wurde das Land in der Rangliste von der Demokratischen Republik Kongo überholt, die den zweiten Platz einnimmt. Im Hinblick auf mögliche wirtschaftliche Herausforderungen erklärte Torreblanca, dass Peru auch darauf vorbereitet sei, auf veränderte internationale Handelsbedingungen zu reagieren.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf potenziellen US-Zöllen. Torreblanca sagte, Peru bemühe sich, die Auswirkungen von Zöllen in Höhe von zehn Prozent abzumildern, die unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump eingeführt worden seien. Sollte die US-Regierung Zölle auf Kupfer verhängen, werde Peru prüfen, ob andere Märkte in Betracht gezogen werden könnten, um wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden.

Sie betonte, dass es in diesem Fall notwendig sei, Absatzmärkte zu identifizieren, in denen das peruanische Produkt ohne Preisverluste verkauft werden könne. Ihre Aussagen stehen im Einklang mit Einschätzungen der chilenischen Bergbauministerin Aurora Williams. Diese hatte erklärt, dass Länder mit niedrigeren Zollsätzen unter Umständen als Handelspartner attraktiver werden könnten, falls die USA tatsächlich neue Abgaben auf Kupfer erheben sollten.

Torreblanca äußerte sich auch zur Situation Chinas. Sollte das Land weiterhin stark mit Zöllen belegt werden, könne dies bei internationalen Käufern eine Verlagerung der Bezugsquellen auslösen. Sie stellte in Aussicht, dass in einem solchen Fall Länder wie Chile oder Peru für Importeure interessanter werden könnten.

KupferPeruProduktion

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