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Perpetual Futures erreichen den US-Markt und erschüttern Börsenbetreiber

Rund um die Uhr handelbare Derivate mit enormer Hebelwirkung drängen in den US-Markt – etablierte Börsenbetreiber geraten unter Druck.

Perpetual Futures erreichen den US-Markt und erschüttern Börsenbetreiber

Perpetual Futures, auch „Perp Futures" genannt, haben auf internationalen Märkten bereits für Aufsehen gesorgt. Nun erreichen diese neuartigen Derivate den US-amerikanischen Finanzmarkt – und das mit erheblichen Konsequenzen für die etablierten Börsenbetreiber, deren Aktien bereits unter Druck geraten sind.

Bei Perpetual Futures handelt es sich um eine besondere Form von Terminkontrakten, die rund um die Uhr gehandelt werden können und eine hohe Hebelwirkung bieten. Anders als klassische Futures haben sie kein festes Ablaufdatum – daher der Name „Perpetual", also ewig laufend. Auf Auslandsmärkten haben sie sich längst zu einem Massenphänomen entwickelt, insbesondere im Bereich der Kryptowährungen.

CFTC ebnet den Weg für den US-Markt

Ende letzten Monats hat die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) einen entscheidenden Schritt vollzogen: Sie genehmigte die Notierung von Perpetual-Futures-Kontrakten auf Kryptowährungen an der Prognosemarktplattform Kalshi. Damit öffnet die CFTC erstmals offiziell die Tür für dieses Derivate-Segment auf reguliertem US-Boden.

Gleichzeitig ermöglichte die Behörde den US-Kunden von Coinbase Global den Zugang zu deren globalen Perpetuals. Coinbase, eine der bekanntesten Kryptobörsen weltweit, kann damit seinen amerikanischen Nutzern ein Produkt anbieten, das bislang vor allem außerhalb der USA verfügbar war. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung des US-Kryptomarktes dar.

Darüber hinaus stellte die CFTC einen Regulierungsrahmen vor, der registrierten US-Plattformen den Einstieg in dieses Segment ermöglichen soll. Damit signalisiert die Behörde, dass Perpetual Futures künftig ein fester Bestandteil des regulierten amerikanischen Derivatemarktes werden könnten.

Was bedeutet das für etablierte Börsenbetreiber?

Die Zulassung dieser neuen Derivateform setzt die Aktien der traditionellen Börsenbetreiber unter Druck. Perpetual Futures bieten Anlegern eine Alternative zu klassischen Börsenprodukten – mit dem Vorteil des 24/7-Handels und hoher Hebelwirkung, was besonders für aktive Trader attraktiv ist.

Für deutsche Privatanleger ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen relevant. Zum einen zeigt sie, wie stark der US-Regulierungsrahmen für Kryptoderivate im Wandel ist. Zum anderen könnten Plattformen wie Coinbase durch den Zugang zu Perpetual Futures ihre Marktstellung gegenüber traditionellen Finanzdienstleistern weiter ausbauen. Die Entwicklungen in den USA haben erfahrungsgemäß Signalwirkung für europäische und deutsche Märkte.

Perpetual Futures sind aufgrund ihrer Hebelwirkung jedoch auch mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger können nicht nur ihre gesamte Einlage verlieren, sondern bei ungünstiger Marktentwicklung auch darüber hinausgehende Verluste erleiden. Regulatoren weltweit beobachten dieses Segment daher mit besonderer Aufmerksamkeit.

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