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PepsiCo senkt Snackpreise nach schwacher Nachfrage trotz starkem Quartal

Getränkeriese übertrifft Gewinnerwartungen, reagiert aber auf preissensible Verbraucher mit Preisnachlässen bei Chips und Snacks.

PepsiCo senkt Snackpreise nach schwacher Nachfrage trotz starkem Quartal

PepsiCo hat im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen, sieht sich aber weiterhin mit einer schwachen Nachfrage nach Snacks konfrontiert. Der US-Konzern reagiert nun mit einer Preissenkungsstrategie für sein nordamerikanisches Lebensmittelgeschäft. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel dennoch um mehr als ein Prozent nach.

Das Unternehmen meldete für das Schlussquartal einen Nettogewinn von 2,54 Milliarden Dollar oder 1,85 Dollar je Aktie, nach 1,52 Milliarden Dollar im Vorjahr. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn bei 2,26 Dollar je Aktie. Der Nettoumsatz kletterte um 5,6 Prozent auf 29,34 Milliarden Dollar. Der organische Umsatz, der Währungseffekte und Übernahmen ausklammert, wuchs um 2,1 Prozent.

Trotz der positiven Zahlen zeigt sich ein deutlicher Volumenschwund in den Kernmärkten. Das weltweite Lebensmittelvolumen fiel um 2 Prozent, während das Getränkevolumen nur leicht um 1 Prozent zulegte. Besonders betroffen ist der wichtige nordamerikanische Markt, wo inflationsmüde Verbraucher ihre Ausgaben für Snacks und Getränke zurückfahren.

Preissenkungen für Kultmarken geplant

PepsiCo plant nun Preissenkungen für ausgewählte Packungen bekannter Marken wie Lay's, Tostitos, Doritos und Cheetos. "Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit und die Kauffrequenz unserer Marken verbessern", erklärte die Unternehmensführung. Produktivitätseinsparungen sollen die niedrigeren Preise ausgleichen.

Die nordamerikanische Getränkesparte, zu der Gatorade, Starry und Poppi gehören, verzeichnete einen Volumenrückgang von 4 Prozent, obwohl die organischen Umsätze um 2 Prozent stiegen. Das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft mit Marken von Quaker Oats bis Cheetos meldete einen Volumenrückgang von 1 Prozent und bleibt seit über einem Jahr der Nachzügler im Portfolio.

Neuausrichtung mit Elliott Investment

Neben Preissenkungen setzt PepsiCo auf Produktüberarbeitungen. Schlüsselmarken wie Lay's, Tostitos, Gatorade und Quaker erhalten einfachere Inhaltsstoffe und neue Verpackungen. Zudem erweitert der Konzern sein Portfolio um funktionelle Getränke, Vollkornprodukte sowie protein- und ballaststoffreiche Produkte.

Im Dezember hatte PepsiCo eine Vereinbarung mit dem aktivistischen Investor Elliott Investment Management geschlossen, der eine Beteiligung von rund 4 Milliarden Dollar hält. Das Unternehmen verpflichtete sich, sein US-Produktangebot um 20 Prozent zu reduzieren und die Kosten in beiden Sparten zu senken. Elliott erhielt keine Sitze im Verwaltungsrat.

Für 2026 bekräftigte PepsiCo seinen Ausblick mit einem erwarteten organischen Umsatzwachstum zwischen 2 und 4 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zu konstanten Wechselkursen um 4 bis 6 Prozent steigen.

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