PayPal enttäuscht mit Jahresprognose 2026 und schwachem Weihnachtsgeschäft
Zahlungsdienstleister verfehlt Erwartungen deutlich – Konsumflaute in den USA belastet Geschäftsentwicklung

PayPal hat am Dienstag eine enttäuschende Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 vorgelegt und zugleich schwache Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 gemeldet. Der Zahlungsdienstleister leidet unter der nachlassenden Konsumfreude amerikanischer Verbraucher und einem verlangsamten Wachstum im wichtigen Segment des markengebundenen Checkouts.
Das Unternehmen erwartet für 2026 einen bereinigten Gewinn, der im niedrigen einstelligen Prozentbereich leicht sinken bis leicht steigen wird. Diese Prognose liegt deutlich unter den Erwartungen der Wall Street, die mit einem Wachstum von etwa 8 Prozent gerechnet hatte. Im entscheidenden Weihnachtsquartal erzielte PayPal einen Umsatz von 8,68 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die Analystenschätzung von 8,80 Milliarden Dollar.
Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 1,23 Dollar und lag damit ebenfalls unter der Prognose von 1,28 Dollar. Das Gesamtzahlungsvolumen stieg währungsneutral um 6 Prozent auf 475,1 Milliarden Dollar. Diese Zahlen sind besonders enttäuschend, da das vierte Quartal traditionell die umsatzstärkste Phase für Zahlungsdienstleister darstellt.
Konsumflaute belastet Geschäft
Die schwachen Ergebnisse spiegeln die gedämpfte Stimmung amerikanischer Verbraucher wider. Hohe Zinssätze, anhaltend hohe Lebenshaltungskosten und Anzeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes zwingen die Haushalte zu Zurückhaltung. Nicht notwendige Käufe werden gestrichen, während alltägliche Notwendigkeiten priorisiert werden – ein Muster, das auch andere große Einzelhändler und Konsumgüterunternehmen bestätigen.
Besonders problematisch entwickelte sich das margenstarke Geschäft mit dem markengebundenen Online-Checkout, das für CEO Alex Chriss strategisch zentral ist. Das Wachstum in diesem Segment verlangsamte sich im vierten Quartal dramatisch auf nur noch 1 Prozent, verglichen mit 6 Prozent im Vorjahr. PayPal führt dies auf die Schwäche im US-Einzelhandel, internationale Gegenwinde und schwierigere Vergleichsbasen zurück.
Wachsender Wettbewerbsdruck
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Zur AktienanalyseInvestoren beobachten die Entwicklung des markengebundenen Checkouts besonders aufmerksam, da der Eintritt von Big-Tech-Unternehmen wie Apple und Google in den Zahlungsverkehr den Marktanteil von PayPal zunehmend bedroht. Obwohl das Unternehmen betont, in seinen Kernprodukten trotz steigender Konkurrenz weiterhin gut abzuschneiden, haben diese Bedenken den Aktienkurs in den vergangenen Jahren belastet.
CEO Chriss verfolgt eine Strategie des "profitablen Wachstums" und will gleichzeitig die Kosten im Zusammenhang mit der nicht markengebundenen Abwicklung straffen. PayPal kündigte an, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, um die Dynamik des markengebundenen Online-Checkouts wiederherzustellen. Ob diese Maßnahmen ausreichen werden, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.


