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Paulaner trotzt Branchenkrise: 14 Prozent Absatzplus auf 790 Millionen Liter

Münchner Traditionsbrauerei wächst gegen den Markttrend – besonders Hellbier und China-Export boomen

Paulaner trotzt Branchenkrise: 14 Prozent Absatzplus auf 790 Millionen Liter

Während die deutsche Brauereilandschaft schrumpft, schreibt Paulaner Erfolgsgeschichte: Die Münchner Brauerei steigerte ihren weltweiten Getränkeabsatz 2025 um knapp 14 Prozent auf 790 Millionen Liter. Das entspricht einem Plus von rund 100 Millionen Litern gegenüber dem Vorjahr, wie Mehrheitseigner Schörghuber mitteilt.

Besonders bemerkenswert: Das Wachstum gelang sowohl im Inland als auch international. "Gerade der Erfolg in unserem Heimatmarkt Deutschland freut uns besonders", erklärt Paulaner-Chef Jörg Biebernick. Während viele Wettbewerber rote Zahlen schreiben, behauptet sich das Unternehmen gegen den jahrelangen Abwärtstrend der Branche.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der deutsche Biermarkt schrumpfte 2025 um 6 Prozent – Paulaner legte gleichzeitig um 4,7 Prozent zu. Nahezu alle Sorten und Marken entwickelten sich positiv, selbst in rückläufigen Marktsegmenten.

Hellbier als Wachstumstreiber

Das Münchner Hell der Kernmarke verzeichnete ein beeindruckendes Plus von 14,3 Prozent. Die gesamte Hellbier-Kategorie der Gruppe wuchs um 7 Prozent. "Wir sind überzeugt, dass Hellbier und Lager auch künftig weiterwachsen werden", prognostiziert Biebernick. Paulaner bezeichnet sich selbst als Marktführer im deutschen Hellbiermarkt.

Das traditionelle Weißbier-Segment zeigte sich verhaltener mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent inklusive alkoholfreier Varianten. Doch auch hier übertrifft Paulaner den Gesamtmarkt deutlich: Der deutsche Weißbiermarkt brach um 6,3 Prozent ein.

China-Boom treibt Exportgeschäft

Der Export entwickelte sich mit 9 Prozent Wachstum zu einer wichtigen Stütze. Herausragend performte China mit einem Absatzplus von fast 25 Prozent. Mittlerweile geht mehr als jeder dritte Liter aus der Paulaner-Produktion ins Ausland – ein strategisch wichtiges Standbein angesichts der heimischen Marktschwäche.

Rund ein Drittel des Gesamtabsatzes entfällt auf Erfrischungsgetränke. Das bekannte Paulaner Spezi hat seinen Absatz in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. "Immer mehr Konsumenten suchen alkoholfreie Alternativen", erklärt Biebernick die Strategie. Die Erfrischungsgetränke-Sparte gilt als "strategisch besonders wichtiges Wachstumsfeld" für die Zukunft.

Die Paulaner-Erfolgsformel zeigt: Mit kluger Produktdiversifikation, Fokus auf wachsende Segmente wie Hellbier und konsequenter Internationalisierung lässt sich auch in schrumpfenden Märkten profitabel wachsen.

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