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Passives Einkommen mit ETFs: So bauen Sie Ihr Portfolio auf

Mit ETFs lässt sich ein vollständiges, kostengünstiges Portfolio für passives Einkommen aufbauen – so funktioniert es Schritt für Schritt.

Passives Einkommen mit ETFs: So bauen Sie Ihr Portfolio auf

Exchange-Traded Funds (ETFs) gehören zu den beliebtesten Anlageinstrumenten für Privatanleger – und das aus gutem Grund. Sie sind leicht verständlich, da sie bekannte Indizes abbilden, und überzeugen durch niedrige laufende Kosten. Entscheidend ist: Allein mit ETFs lässt sich ein vollständiges und ausgewogenes Portfolio aufbauen, das auf passives Einkommen ausgerichtet ist.

Der Einstieg in die ETF-Welt erfordert jedoch eine klare Strategie. Wer ohne Plan vorgeht, riskiert ein unausgewogenes Portfolio, das nicht zur eigenen Lebenssituation passt. Der erste und wichtigste Schritt ist daher die ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Risikotoleranz.

Risikotoleranz als Ausgangspunkt

Wer kurz vor dem Ruhestand steht oder generell kein hohes Risiko eingehen möchte, sollte sich auf breit gestreute Markt-ETFs konzentrieren. Diese bieten eine sofortige Diversifizierung, indem sie Indizes abbilden, die Hunderte oder sogar Tausende von Aktien über alle Märkte und Sektoren hinweg abdecken. Ein Anleger, der beispielsweise Interesse an Gesundheitsaktien hat, aber kein konzentriertes Sektorrisiko eingehen möchte, ist mit einem breit gestreuten ETF gut bedient: Dieser enthält in der Regel die stärksten Gesundheitswerte, ist aber nicht allein von der Entwicklung dieses Sektors abhängig.

Jüngere Anleger mit einem längeren Anlagehorizont können hingegen etwas mehr Risiko in Kauf nehmen und stärker auf wachstumsorientierte ETFs setzen. Die eigene Risikotoleranz bestimmt letztlich die Gewichtung der verschiedenen ETF-Kategorien im Portfolio.

Die richtigen ETF-Typen kombinieren

Ein gut ausgewogenes Portfolio für passives Einkommen mischt in der Regel verschiedene ETF-Kategorien. Dabei muss es nicht kompliziert sein: Bereits mit zwei ETFs lässt sich ein solides Grundgerüst schaffen.

ETF auf den gesamten Weltaktienmarkt:

Diese Indexfonds bilden globale Benchmarks aus den USA, Industrieländern und Schwellenländern ab. Ein bekanntes Beispiel ist der Vanguard Total World Stock ETF (VT), der 10.041 Positionen umfasst und eine Performance seit Jahresbeginn von 10,48 Prozent aufweist (Stand: 11. Juni).

ETF auf den gesamten Anleihenmarkt:

Solche Fonds bilden die Wertentwicklung eines breiten, diversifizierten Anleihenindex ab. Der iShares Core U.S. Aggregate Bond ETF (AGG) etwa deckt Staatsanleihen, hypothekenbesicherte Anleihen sowie Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating ab.

Diese Kombination aus Aktien- und Anleihen-ETFs ist ein klassischer Ansatz, der Wachstumspotenzial mit einem gewissen Stabilitätsanker verbindet. Je nach Risikobereitschaft kann die Gewichtung zwischen beiden Bausteinen variiert werden.

Dividenden oder Thesaurierung – was passt besser?

Wer konkret auf laufende Einnahmen aus seinem Portfolio hofft, sollte dividendenstarken ETFs den Vorzug geben. Diese schütten Erträge regelmäßig aus und ermöglichen so ein passives Einkommen ohne Verkauf von Anteilen.

Jüngere Anleger, die ihr Portfolio noch aufbauen, fahren möglicherweise besser mit thesaurierenden ETFs. Diese reinvestieren Erträge automatisch, was den Zinseszinseffekt über lange Zeiträume erheblich verstärkt. Wichtig zu wissen: ETF-Dividendenzahlungen sind – anders als Kuponzahlungen bei Anleihen – nicht garantiert und können schwanken oder ausbleiben.

Bevor man die endgültige Zusammensetzung des Portfolios festlegt, kann es sinnvoll sein, einen Finanzberater hinzuzuziehen. Dieser kann verschiedene Szenarien durchspielen und potenzielle Ergebnisse veranschaulichen. Das Fazit ist klar: Ein Portfolio, das ausschließlich aus ETFs besteht, ist nicht nur möglich – für viele Anleger kann es auch die richtige Wahl sein.

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