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Paramount-Warner-Deal bedroht: AT&T erhöht Preise im Mobilfunk

Zwölf US-Generalstaatsanwälte klagen gegen den 81-Milliarden-Dollar-Deal, während AT&T mit Preiserhöhungen punktet.

Paramount-Warner-Deal bedroht: AT&T erhöht Preise im Mobilfunk

Zwei große Nachrichten bewegen den amerikanischen Technologie- und Medienmarkt: Eine Koalition von Generalstaatsanwälten bedroht den milliardenschweren Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery, während AT&T mit angekündigten Preiserhöhungen bei Anlegern punktet. Beide Entwicklungen senden wichtige Signale für die Zukunft der US-Medien- und Telekommunikationsbranche.

AT&T hat Preiserhöhungen angekündigt – und Analysten der BNP Paribas werten diesen Schritt als positives Signal für den gesamten Mobilfunksektor. Der Schritt folgt auf ähnliche Maßnahmen der beiden wichtigsten Wettbewerber Verizon Communications und T-Mobile US. Damit ziehen nun alle drei großen amerikanischen Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) an einem Strang.

„Wir betrachten die jüngsten Preiserhöhungen bei allen drei Mobilfunknetzbetreibern als positiv für Mobilfunkaktien und als weiteres Signal dafür, dass sich der Wettbewerb im Mobilfunksektor abschwächen könnte", schreiben die BNP-Paribas-Analysten. Für AT&T selbst erwarten die Experten, dass die Preiserhöhungen deutlich wertsteigernd wirken und dem Unternehmen helfen werden, seine eigenen Prognosen sowie die Konsenserwartungen des Marktes zu erfüllen. Die AT&T-Aktie reagierte prompt und legte um 1,3 Prozent zu. Die positivste Einschätzung unter den drei Anbietern vergeben die Analysten dabei weiterhin an T-Mobile.

Kartellklage bedroht Paramount-Warner-Megadeal

Deutlich dramatischer ist die Lage beim geplanten Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery. Eine Gruppe von zwölf Generalstaatsanwälten amerikanischer Bundesstaaten hat Klage eingereicht, um die Übernahme zu blockieren. Der Deal hat ein Volumen von 81 Milliarden US-Dollar und wäre einer der größten Medienzusammenschlüsse der Geschichte.

Die Koalition, angeführt vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta, forderte Paramount und Warner auf, die Fusion erst nach Abschluss des Gerichtsverfahrens zu vollziehen. Andernfalls werde sie eine einstweilige Verfügung beantragen, um den Abschluss des Geschäfts zu verhindern. Dies stellt das bislang größte Hindernis für den Deal dar, seit die Fusion angekündigt wurde.

In der Klageschrift argumentieren die Generalstaatsanwälte, dass der Zusammenschluss gegen das Kartellrecht verstoßen würde. Konkret sehen sie den Wettbewerb auf dem Markt für den Filmverleih gefährdet – insbesondere beim Verleih von erwarteten Blockbustern. Kinos seien auf den Wettbewerb zwischen den beiden Unternehmen angewiesen, um Anreize für Kreativität zu schaffen und wettbewerbsfähige Preise zu sichern.

Darüber hinaus würde der Deal laut den Klägern auch den Wettbewerb auf dem Markt für den Vertrieb von Basiskabelkanälen an Kabel- und Satellitenanbieter beeinträchtigen. „Die Übernahme würde zu höheren Preisen, geringerer Qualität und weniger Inhalten für Film und Fernsehen führen, was Kinos, Basiskabelanbietern und letztlich dem Publikum auf jedem Sofa und jedem Kinosessel in den USA schaden würde", erklärte Generalstaatsanwalt Bonta.

Finanzielle Konsequenzen für Paramount möglich

Bemerkenswert ist, dass das US-Justizministerium sowie viele internationale Behörden dem Deal bereits zugestimmt haben. Die Klage der Bundesstaaten kommt damit zu einem späten Zeitpunkt im Genehmigungsprozess und überrascht die Branche. Sollte die Klage den Abschluss des Deals über den 30. September hinaus verzögern, drohen Paramount zusätzliche finanzielle Belastungen: Laut der Übernahmevereinbarung ist das Unternehmen verpflichtet, den Aktionären von Warner eine vierteljährliche Bereitstellungsgebühr – im Fachjargon „Ticking Fee" – zu zahlen, falls die Transaktion nicht fristgerecht abgeschlossen wird. Für Anleger, die in Paramount oder Warner investiert sind, bleibt die Situation damit weiterhin mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

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