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Paramount verklagt Warner Bros. Discovery wegen Netflix-Deal

Paramount hat Warner Bros. Discovery verklagt und plant einen Proxy Fight, um die 83-Milliarden-Dollar-Übernahme durch Netflix zu verhindern. Das Unternehmen fordert die Offenlegung von Verkaufsinformationen und bietet selbst 108 Milliarden Dollar.

Paramount verklagt Warner Bros. Discovery wegen Netflix-Deal

Im Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD) verschärft Paramount die Gangart: Das von David Ellison geführte Unternehmen hat Klage gegen den Hollywood-Konzern eingereicht und bereitet einen Proxy Fight vor, um die geplante Übernahme durch Netflix zu blockieren.

Klage vor Delaware-Gericht

Paramount verklagt Warner Bros. Discovery und CEO David Zaslav vor dem Delaware Court of Chancery. Ziel ist die Offenlegung detaillierter Informationen zum Verkaufsprozess und der finanziellen Analyse, die zur Bevorzugung des Netflix-Angebots führte. Paramount wirft dem WBD-Management vor, "neuartige Gründe" gegen eine Transaktion mit Paramount anzuführen, ohne die finanzielle Überlegenheit des Netflix-Deals nachweisen zu können.

Zwei konkurrierende Angebote

Netflix bietet rund 83 Milliarden Dollar in bar und Aktien für das Studio- und Streaming-Geschäft inklusive HBO Max. Der Kabel-TV-Bereich mit Sendern wie CNN und TNT soll als eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. Paramount kontert mit einem Barangebot von 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten Konzern – 30 Dollar pro Aktie verglichen mit 27,75 Dollar bei Netflix.

WBD weist Vorwürfe zurück

Der Vorstand von Warner Bros. Discovery hat das Paramount-Angebot mehrfach abgelehnt und empfiehlt den Aktionären die Netflix-Transaktion. WBD bezeichnet die Klage als "unbegründet" und kritisiert, Paramount habe weder den Preis erhöht noch die "zahlreichen Mängel" seines Angebots behoben. Bei einem Rückzug vom Netflix-Deal würde eine Kündigungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar plus weitere Kosten von insgesamt 4,7 Milliarden Dollar fällig.

Aggressive Strategie mit politischer Dimension

Paramount plant, bei der Aktionärsversammlung 2026 eigene Direktoren aufzustellen, um die Mehrheit im Verwaltungsrat zu erlangen. Zusätzlich soll eine Satzungsänderung die Zustimmung der Aktionäre für jede Abtrennung des Kabelgeschäfts vorschreiben. Hinter Paramount steht Tech-Milliardär Larry Ellison, der eine persönliche Garantie von 40 Milliarden Dollar bietet.

Trump-Faktor bei CNN

Interessant ist die politische Komponente: Larry Ellison gilt als Trump-Unterstützer. Der Ex-Präsident hatte wiederholt gefordert, dass CNN bei einem WBD-Verkauf den Besitzer wechseln müsse. Der Sender berichtet häufig kritisch über Trump. Die CBS-Redaktion von Paramount hat seit der Ellison-Übernahme einen freundlicheren Ton gegenüber der Trump-Regierung angeschlagen.

Zeitdruck für Paramount

Das Paramount-Angebot läuft am 21. Januar aus und kann nur verlängert werden, wenn genügend Aktien angedient werden. Analysten wie Craig Huber von Huber Research Partners zeigen sich skeptisch und meinen, Paramount müsse bei ernsthaftem Interesse den Preis erhöhen. "Geld spricht", so Huber. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Paramount seine aggressive Strategie zum Erfolg führen kann.

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