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Paramount Skydance plant Milliardenoffensive

Streaming und Filmproduktion sollen nach Fusion mit Skydance deutlich wachsen

Paramount Skydance plant Milliardenoffensive

Paramount Skydance hat angekündigt, im kommenden Jahr mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar zusätzlich in neue Programme zu investieren, um das Streaminggeschäft auszubauen und das Filmstudio neu zu beleben. Das Unternehmen, das im August aus der Fusion von Paramount Global und Skydance Media hervorgegangen ist, veröffentlichte damit seinen ersten Quartalsbericht nach Abschluss des 8,4-Milliarden-Dollar-Deals. Für das Jahr 2026 wird ein Gesamtumsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar erwartet, da die Streaming-Sparte zunehmend profitabler arbeitet und betriebliche Abläufe effizienter werden sollen.

Die Aktie legte nachbörslich um 5 % zu. Vorstandschef David Ellison treibt die Neuausrichtung mit Nachdruck voran. Er sicherte sich im Sommer die Vertriebsrechte für einen neuen Heist-Film von James Mangold mit Timothée Chalamet in der Hauptrolle, schloss einen Fünfjahresvertrag mit den „South Park“-Schöpfern Matt Stone und Trey Parker und kündigte eine Kooperation mit Activision an, um das Videospiel „Call of Duty“ als Kinofilm umzusetzen. Ellison sprach in einem Brief an die Investoren von einem „generationalen Wandel“ der Branche und erklärte, Paramount wolle dabei nicht nur reagieren, sondern führen.

Das Unternehmen plant, die Studio- und Vertriebsstrukturen zu verschlanken und unter einer einheitlichen Leitung zu bündeln. Außerdem soll eine gemeinsame technologische Plattform für Paramount+, Pluto TV und BET+ geschaffen werden, um Kosten zu senken und die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Laut Marktbeobachtern setzt Ellison auf die Kombination aus Konsolidierung und gezielten Investitionen, um ein schneller agierendes Medienhaus zu formen.

Paramount hat außerdem Interesse an einer Übernahme von Warner Bros. Discovery bekundet und bereits mehrere Angebote abgegeben. Ellison erklärte dazu, dass es keine „Must-Haves“ gebe, sondern eine sorgfältige Abwägung zwischen Zukauf und Eigenentwicklung erfolge.

Im dritten Quartal erzielte Paramount Skydance einen Umsatz von 6,7 Milliarden US-Dollar – leicht unter den Erwartungen der Analysten. Das Streaminggeschäft wuchs um 17 %, während der TV-Bereich infolge sinkender Werbeeinnahmen um 12 % zurückging. Der Filmsektor steigerte seinen Umsatz dagegen um 30 %, was auf die Integration von Skydance zurückgeführt wird. Die geplanten Kosteneinsparungen wurden von ursprünglich 2 Milliarden auf mindestens 3 Milliarden US-Dollar erhöht.

Im Zuge dessen sollen rund 1.600 Stellen wegfallen, da sich das Unternehmen von seinen Fernsehsendern Telefe in Argentinien und Chilevisión in Chile trennt. Diese Maßnahmen kommen zusätzlich zu den 1.000 Entlassungen im Oktober und 600 freiwilligen Abgängen.

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