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Panamakanal-Häfen: CK Hutchison im US-chinesischen Machtkonflikt

Trumps Forderung nach Kontrolle über den Panamakanal macht Hongkonger Milliardär Li Ka-shing zum Mittelpunkt eines Supermächte-Konflikts.

Panamakanal-Häfen: CK Hutchison im US-chinesischen Machtkonflikt

Als Donald Trump bei seiner Amtseinführungsrede die Rückeroberung des Panamakanals durch die USA forderte, setzte er eine Kettenreaktion in Gang. Der US-Präsident behauptete dabei fälschlicherweise, die strategisch bedeutende Wasserstraße werde von China betrieben. Diese Aussage rückte den Hongkonger Milliardär Li Ka-shing und seinen Konzern CK Hutchison Holdings Ltd. schlagartig in den Fokus eines geopolitischen Stellvertreterkonflikts zwischen Washington und Peking.

Der Hintergrund: Eine Tochtergesellschaft von CK Hutchison betreibt seit fast drei Jahrzehnten Hafenterminals an beiden Enden des Panamakanals. Damit ist das Unternehmen seit den späten 1990er-Jahren ein zentraler Akteur in der Infrastruktur dieser für den Welthandel unverzichtbaren Wasserstraße. Rund 40 Prozent des gesamten US-Containerhandels passiert den Panamakanal jährlich – die strategische Bedeutung der Anlage kann kaum überschätzt werden.

Milliardendeal mit BlackRock als Käufer

Im vergangenen März gab CK Hutchison einen weitreichenden Deal bekannt: Das Unternehmen plant den Verkauf von insgesamt 43 seiner weltweiten Hafenbeteiligungen an ein Käuferkonsortium. Zu den beteiligten Käufern gehört unter anderem der US-amerikanische Vermögensverwalter BlackRock Inc., einer der größten institutionellen Investoren der Welt. Die beiden Panamakanal-Terminals sind ausdrücklich Teil dieses Paketverkaufs.

Dieser Schritt versetzt Li Ka-shing und CK Hutchison in eine außergewöhnlich heikle Position. Einerseits steht das Unternehmen unter dem Druck der geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China, andererseits versucht es, einen komplexen Großdeal über Dutzende von Hafenstandorten weltweit abzuwickeln. Der geplante Verkauf an ein Konsortium unter Beteiligung eines amerikanischen Finanzriesen wie BlackRock könnte dabei als Signal an Washington gewertet werden.

Li Ka-shing zwischen den Fronten

Li Ka-shing gilt als einer der einflussreichsten Unternehmer Asiens. CK Hutchison Holdings ist ein breit diversifizierter Mischkonzern mit Aktivitäten in den Bereichen Häfen, Telekommunikation, Einzelhandel, Energie und Infrastruktur weltweit. Die Hafensparte des Konzerns zählt zu den größten privaten Hafenbetreibern der Welt und ist an Standorten auf mehreren Kontinenten aktiv.

Trumps Behauptung, China betreibe den Panamakanal, ist sachlich unzutreffend. Der Kanal selbst wird von der Autoridad del Canal de Panamá, einer panamaischen Staatsbehörde, verwaltet und betrieben. CK Hutchison hingegen betreibt lediglich die Hafenterminals an den beiden Eingängen der Wasserstraße – und ist dabei ein in Hongkong ansässiges, börsennotiertes Unternehmen, kein chinesisches Staatsunternehmen.

Dennoch reicht die politische Wahrnehmung in Washington offenbar aus, um den Konzern in den Mittelpunkt des geopolitischen Konflikts zu rücken. Der geplante Verkauf der 43 Häfen, einschließlich der beiden Panamakanal-Terminals, an das BlackRock-geführte Konsortium dürfte vor diesem Hintergrund mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden – sowohl in Washington als auch in Peking.

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