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Ostasiatische Börsen brechen wegen Nahost-Konflikt stark ein

Nikkei verliert fast vier Prozent, KOSPI sogar zeitweise zehn – Ölabhängigkeit trifft Asiens Märkte hart.

Ostasiatische Börsen brechen wegen Nahost-Konflikt stark ein

Die Börsen in Ostasien stehen massiv unter Druck. Der eskalierte Konflikt im Nahen Osten treibt die Kurse an den wichtigsten asiatischen Handelsplätzen deutlich ins Minus und sorgt für erhebliche Verunsicherung unter Investoren.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor bis zur Mittagszeit (Ortszeit) knapp vier Prozent. Noch dramatischer traf es den südkoreanischen KOSPI, der zeitweise um zehn Prozent einbrach – ein Ausmaß, das die Börse in Seoul zu einem fünfminütigen Handelsstopp zwang. Solche sogenannten Circuit Breaker greifen automatisch, wenn Kursstürze ein kritisches Niveau erreichen. Der Hongkonger Hang Seng gab bis Mittag ebenfalls rund drei Prozent nach.

Ölabhängigkeit als entscheidender Risikofaktor

Der Grund für die besondere Betroffenheit Südkoreas und Japans liegt in ihrer starken Abhängigkeit von Ölimporten aus dem Nahen Osten. Ein Großteil dieser Lieferungen wird über die Straße von Hormus transportiert – eine der strategisch bedeutendsten Meerengen der Welt. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs ist der Schiffsverkehr dort massiv eingeschränkt und gilt als hochriskant.

Die Folge: Die Rohölpreise sind seit Kriegsbeginn deutlich gestiegen. Für energieintensive Volkswirtschaften wie Japan und Südkorea bedeutet das erhöhte Importkosten, steigende Inflation und Druck auf die Unternehmensgewinne – ein toxisches Gemisch für die Aktienmärkte.

Für Privatanleger mit Positionen in asiatischen Fonds oder ETFs bleibt die Lage angespannt. Solange der Konflikt im Nahen Osten anhält und die Straße von Hormus blockiert bleibt, dürften die Märkte in der Region volatil bleiben.

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