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Oriole verkauft Royalty-Rechte für türkisches Minenprojekt

Oriole Resources verkauft 1,2%-Royalty am türkischen Muratdere-Projekt für 1,2 Mio. US-Dollar an Ardent Steel.

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Oriole verkauft Royalty-Rechte für türkisches Minenprojekt

Der an der Londoner Börse AIM notierte Goldexplorations- und Entwicklungskonzern Oriole Resources hat einen strategischen Schritt vollzogen: Das Unternehmen verkauft seine Royalty-Rechte am Muratdere-Projekt in der Türkei für 1,2 Millionen US-Dollar an den Pellet-Hersteller Ardent Steel.

Bei dem Projekt handelt es sich um die Muratdere-Lagerstätte, die Gold, Kupfer und Molybdän umfasst. Oriole hielt daran eine Net-Smelter-Return-Royalty (NSR) von 1,2 Prozent – also eine Beteiligung an den künftigen Verkaufserlösen der geförderten Metalle. Diese Rechte werden nun vollständig veräußert.

Klar definierte Zahlungsstruktur

Die Kaufpreiszahlung erfolgt in drei Tranchen. Bereits 400.000 US-Dollar sind bei Oriole eingegangen. Der Restbetrag teilt sich in zwei weitere Raten zu je 400.000 US-Dollar auf. Die erste dieser Folgetranchen ist bis zum 19. März 2027 fällig, die zweite bis zum 19. September 2027.

Für Oriole bedeutet dies einen planbaren Mittelzufluss über die kommenden Jahre, ohne dass das Unternehmen selbst operativ in das türkische Projekt eingebunden bleibt.

Fokus auf Kamerun

Der Verkauf ist Teil einer klaren strategischen Neuausrichtung. Oriole Resources konzentriert sich zunehmend auf sein Flaggschiff-Projekt Mbe in Kamerun. Dort verfügt das Unternehmen über eine Mineralressourcenschätzung von 1,66 Millionen Unzen Gold in der Kategorie „inferred“ (wahrscheinlich). Dies ist die niedrigste Vertrauenskategorie in der Ressourcenklassifikation, was bedeutet, dass weitere Explorationsarbeiten erforderlich sind, um die Lagerstätte genauer zu bewerten.

CEO Martin Rösslersays kommentierte den Deal: „Wir freuen uns, die Veräußerung unseres nicht-kernrelevanten Muratdere-Royalty bekannt zu geben, da der Verkauf erhebliche Cashflows generiert, die zur Finanzierung der wichtigen Aktivitäten des Unternehmens in Kamerun verwendet werden können.“

Hintergrund für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger ist Oriole Resources ein eher spekulativer Titel im Rohstoffsegment. Das Unternehmen ist nicht im deutschen Prime Standard oder im regulierten Markt gelistet, sondern an der AIM der London Stock Exchange – einem Marktsegment für kleinere, wachstumsorientierte Unternehmen. Wer in solche Werte investiert, sollte die erhöhten Risiken und die oft geringere Liquidität berücksichtigen.

Die Veräußerung des Türkei-Royalty zeigt jedoch, dass Oriole aktiv daran arbeitet, seine Bilanz zu stärken und Mittel für das Kerngeschäft zu generieren. Der Fokus auf Kamerun ist strategisch nachvollziehbar: Das Land in Zentralafrika gilt als rohstoffreich, aber auch als politisch und infrastrukturell herausfordernd. Die 1,66 Millionen Unzen Gold im Projekt Mbe sind ein vielversprechender Ansatzpunkt, doch bis zu einer möglichen Produktion ist es noch ein weiter Weg.

Fazit

Der Verkauf des Muratdere-Royalty bringt Oriole Resources kurzfristig dringend benötigte Liquidität. Die 1,2 Millionen US-Dollar fließen in Tranchen bis September 2027 und sollen vorrangig in die Exploration in Kamerun investiert werden. Für Anleger bleibt abzuwarten, ob sich das Mbe-Projekt zu einer wirtschaftlich rentablen Mine entwickeln lässt. Der Deal mit Ardent Steel ist jedenfalls ein kleiner, aber positiver Schritt in diese Richtung.

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