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Orangensaft wird immer teurer - schlechte Ernten sorgen für Preisanstieg

Die US-Orangenernte hat in diesem Jahr ein historisches Tief erreicht

Orangensaft wird immer teurer - schlechte Ernten sorgen für Preisanstieg

Der Preis für Orangensaft steigt unaufhörlich an und wird zum Thema für Verbraucherinnen und Verbraucher. Als Begründung wird auf die schlechte Ernte verwiesen, die zu Engpässen und steigenden Rohstoffkosten führt. Die US-Orangenernte hat in diesem Jahr ein historisches Tief erreicht, was Auswirkungen auf den Preis von Orangensaft-Futures an der Rohstoffbörse in New York und auch auf die deutschen Verbraucher hat.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) geht davon aus, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in den kommenden Monaten mit Preiserhöhungen für ihren geliebten Orangensaft rechnen müssen. Die Knappheit der Ware und die steigenden Rohstoffkosten sind die Hauptgründe für die Teuerung. Bereits im Februar hatte Tino Mocken, CEO des Saftherstellers Valensina, vor Preiserhöhungen gewarnt, da die gestiegenen Kosten für Energie, Rohstoffe, Verpackung und Logistik unausweichlich seien.

Experten sind jedoch skeptisch, ob die angekündigten Preiserhöhungen gerechtfertigt sind. Die Preise für Rohstoffe sind zuletzt wieder zurückgegangen, auch im Lebensmitteleinzelhandel waren teilweise Preisrückgänge zu verzeichnen. Marktexperten kritisieren daher die späte Ankündigung der Fruchtsaftproduzenten, die Preise zu erhöhen, obwohl die Preise an den Terminmärkten bereits leicht gesunken sind.

Ein genauerer Blick auf die Rohstoffbörse in New York zeigt, dass der Preis für Orangensaft im April ein Rekordhoch erreicht hat und seit Jahresbeginn um rund 21 Prozent gestiegen ist. Damit gehört Orangensaft zu den Rohstoffen mit dem zweithöchsten Preisanstieg, wobei nur der Preis für Zucker mit rund 33 Prozent noch stärker angestiegen ist. Die Preise für Orangensaft-Futures werden anhand gefrorenen Konzentrats gehandelt, nicht des flüssigen Safts selbst.

Die schlechte US-Orangenernte ist nicht das einzige Problem. Auch andere Anbauländer wie Mexiko, die Europäische Union und Brasilien haben mit wetterbedingten Problemen zu kämpfen. Brasilien ist besonders wichtig, da etwa 80 Prozent des global gehandelten Orangensafts von dort stammen. Allerdings haben sich in Brasilien zuletzt etwas bessere Erntebedingungen abgezeichnet, was zu einer leichten Entspannung auf dem Orangensaftmarkt geführt hat.

Experten wie Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest sind der Meinung, dass der große Preisanstieg bei Orangensaft bereits überwunden ist und die Preise weiterhin leicht zurückgehen werden, allerdings auf einem höheren Niveau als zuvor. Die Nachfrage nach Orangensaft ist preissensibel, sodass eine deutliche Preiserhöhung zu einem Rückgang der Nachfrage und einem entsprechenden Preisrückgang führen könnte.

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