Oracle: Die nächste Aktie im Billionen-Dollar-Club nach Broadcom
Oracle zeigt phänomenales Kurswachstum und könnte mit 63% Anstieg bald die Billionen-Dollar-Marktkapitalisierung erreichen.

Oracle (ORCL) rückt immer stärker in den Fokus von Anlegern, die nach dem nächsten großen Gewinner im Bereich der KI-Infrastruktur suchen. Während Broadcom mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion US-Dollar bereits im exklusiven Club der wertvollsten Unternehmen der Welt angekommen ist, gilt Oracle als heißer Kandidat für den nächsten Aufstieg in diese Liga. Derzeit bringt Oracle eine Marktkapitalisierung von rund 614 Milliarden US-Dollar auf die Waage.
Broadcom gilt als einer der führenden Akteure im Bereich der KI-Infrastruktur und entwickelt maßgeschneiderte KI-Chips, die bei sogenannten Hyperscalern – also großen Cloud-Anbietern wie Google, Amazon oder Microsoft – stark nachgefragt werden. Die Broadcom-Aktie legte in den vergangenen drei Jahren um beeindruckende 388 Prozent zu. Oracle folgt nun einem ähnlichen Wachstumspfad und hat allein seit Anfang April einen Kursanstieg von 47 Prozent verzeichnet.
Starke Quartalszahlen und wachsender Auftragsbestand
Ein wesentlicher Treiber dieser Dynamik sind die zuletzt starken Geschäftszahlen. Vor drei Monaten übertraf Oracle mit seinen Ergebnissen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 die Erwartungen der Wall Street sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Zusätzlich hob das Unternehmen seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027 an – ein Signal, das Investoren besonders positiv aufnahmen. Am 10. Juni wird Oracle nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen.
Besonders bemerkenswert ist der sogenannte Auftragsbestand, auch bekannt als Remaining Performance Obligations (RPO). Dieser lag am Ende des dritten Quartals bei massiven 553 Milliarden US-Dollar und wuchs im Jahresvergleich um 325 Prozent. Diese Kennzahl zeigt, wie viel Umsatz Oracle in der Zukunft bereits vertraglich gesichert hat – ein starkes Indiz für anhaltend hohe Nachfrage nach Oracles Cloud-Computing-Infrastruktur.
Darüber hinaus verfolgt Oracle eine Strategie, die Kunden die Nutzung eigener Hardware ermöglicht und Vorauszahlungen akzeptiert. Diese Vorgehensweise soll sich positiv auf das Nettoergebnis auswirken und den Cashflow-Druck mildern – ein weiterer Faktor, der Analysten optimistisch stimmt.
Attraktive Bewertung trotz starker Kursgewinne
Trotz des jüngsten Kursanstiegs gilt Oracle im Vergleich zum breiten Technologiemarkt als moderat bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der erwarteten Gewinne liegt bei 27 – deutlich unter dem Durchschnitt des technologieorientierten Nasdaq Composite Index, der ein KGV von rund 40 aufweist. Für Anleger, die vor dem nächsten Quartalsbericht einsteigen möchten, könnte dies eine attraktive Einstiegsgelegenheit darstellen.
Die Gewinnentwicklung untermauert die Wachstumsstory: Für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2026 wird ein Gewinn je Aktie von 7,42 US-Dollar geschätzt. Bis zum Geschäftsjahr 2028 könnten es laut Konsensschätzungen bereits 10,82 US-Dollar je Aktie sein – das entspricht einem jährlichen Gewinnwachstum von rund 21 Prozent.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseWann könnte Oracle die Billionen-Dollar-Marke knacken?
Um eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar zu erreichen, müsste die Oracle-Aktie von ihrem aktuellen Niveau aus noch rund 63 Prozent zulegen. Geht man davon aus, dass Oracle in einigen Jahren mit einem KGV von 35 auf Basis der erwarteten Gewinne bewertet wird – was einem Aufschlag gegenüber dem aktuellen Niveau entspräche –, könnte der Aktienkurs innerhalb der nächsten zwei Jahre auf rund 379 US-Dollar steigen. Das würde einem potenziellen Kursanstieg von 77 Prozent entsprechen und wäre mehr als ausreichend, um in den Billionen-Dollar-Club aufzusteigen.
Diesen Meilenstein könnte Oracle jedoch auch früher erreichen. Der Markt hat zuletzt Aktien aus dem Bereich der KI-Infrastruktur – wie etwa Dell Technologies – großzügig für deutliche Wachstumsbeschleunigungen und angehobene Prognosen belohnt. Sollte Oracle beim kommenden Quartalsbericht erneut positiv überraschen, könnte der Kursanstieg schneller kommen als erwartet.


