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Oracle, Bitcoin und KI: Die wichtigsten Tech-Marktberichte im Überblick

Oracle setzt auf Kundenbeteiligung beim KI-Ausbau, während Bitcoin eine Korrekturphase durchläuft.

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Oracle hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen weniger Eigenkapital für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur benötigt. Der Grund: Große KI-Kunden sind bereit, Grafikprozessoren (GPUs) entweder im Voraus zu bezahlen oder selbst bereitzustellen. Dies verändert die Finanzierungsstruktur des Technologieriesen grundlegend.

Das Unternehmen meldete verbleibende Leistungsverpflichtungen in Höhe von 638 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 85 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Vorquartal. Ein Großteil dieses Zuwachses entfällt auf Kunden mit im Voraus bezahlten oder selbst bereitgestellten GPUs. „Die Anteile für im Voraus bezahlte und vom Kunden bereitgestellte Hardware in unseren großen KI-Verträgen belaufen sich nun auf insgesamt 75 Milliarden US-Dollar", erklärte Oracle. „Dies reduziert den Kapitalbetrag, den Oracle für den Ausbau unserer KI-Rechenzentren aufbringen muss, erheblich."

Oracle Health setzt auf KI-getriebenes Wachstum

Neben dem Infrastrukturthema gab Oracle auch Einblicke in die Entwicklung seines Gesundheitsbereichs. Der Geschäftsbereich Oracle Health soll im laufenden Geschäftsjahr mit einer zweistelligen Rate wachsen – angetrieben durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. „Die Oracle Health Anwendungssuite wird in Kürze eine völlig neue KI-Version des Cerner-Systems für das Patientenmanagement in Krankenhäusern und Kliniken enthalten", so das Unternehmen in seinem Ergebnisbericht zum vierten Quartal.

Oracle betonte dabei, dass dies „erst der Anfang des Ausbaus des Oracle Health-Geschäfts" sei. Konkret soll KI die Wirkstoffforschung sowie die regulatorische Prüfung klinischer Studien beschleunigen. Darüber hinaus könnten Ärzte künstliche Intelligenz nutzen, um Verwaltungsaufgaben auszulagern und dadurch mehr Zeit mit ihren Patienten zu verbringen. „Wir glauben, dass KI das Gesundheitswesen grundlegend revolutionieren wird", so Oracle.

Bitcoin in der Korrekturphase

Abseits der Oracle-Meldungen steht auch die Kryptowährung Bitcoin im Fokus der Märkte. Nachdem das Treasury-Unternehmen Strategy zunächst den Verkauf von 32 Bitcoin angekündigt hatte und am Montag einen Neukauf von 1.550 Bitcoin bestätigte, bleibt die Stimmung am Markt gedämpft. Analysten von Bitfinex bezeichnen die aktuelle Marktlage als „Korrektur".

Laut den Experten von Bitfinex ist der Transfer von Beständen von Langzeithaltern in neue Hände zu vergünstigten Preisen „ein notwendiger Teil des Bodenbildungsprozesses". Gleichzeitig warnen sie: „Das aktuelle Tempo der Verlustrealisierungen deutet jedoch darauf hin, dass diese strukturelle Bereinigung noch nicht abgeschlossen ist." Laut Daten von LSEG fiel Bitcoin zuletzt um 0,4 Prozent auf 61.885 US-Dollar.

Die drei Meldungen verdeutlichen die aktuellen Spannungsfelder im Tech- und Kryptomarkt: Während Oracle mit einem kapitaleffizienten Modell für den KI-Ausbau punktet und im Gesundheitsbereich ambitionierte Wachstumsziele ausgibt, kämpft Bitcoin weiterhin mit Verkaufsdruck und einer noch nicht abgeschlossenen Marktbereinigung. Für Anleger bleibt das Umfeld damit sowohl chancenreich als auch mit Risiken behaftet.

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