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Oppenheimer warnt: Saisonale Korrektur könnte S&P 500 treffen

Analyst Ari Wald sieht trotz intakter Marktrotation das Risiko eines Rücksetzers auf 7.000 Punkte beim S&P 500.

Oppenheimer warnt: Saisonale Korrektur könnte S&P 500 treffen

Anleger stehen derzeit vor einer Vielzahl von Belastungsfaktoren – und ein Experte von Oppenheimer fügt nun einen weiteren hinzu. Ari Wald, Chef-Markttechniker bei Oppenheimer, warnt vor dem Risiko einer saisonalen Korrektur am US-Aktienmarkt. Konkret könnte der S&P 500 in Richtung der Marke von 7.000 Punkten fallen – das entspräche einem Rückgang von fast 8 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag.

Wald betont dabei, dass die bullishe Rotation am Markt grundsätzlich „intakt bleibt". Dennoch mahnt er zur Vorsicht und verweist explizit auf das „Risiko einer saisonalen Korrektur". Für Anleger bedeutet das: Selbst in einem grundsätzlich positiven Marktumfeld können saisonale Muster kurzfristig für Gegenwind sorgen.

Belastungsfaktoren häufen sich

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte ohnehin unter erheblichem Druck stehen. Zu den bestehenden Unsicherheiten zählen der ungelöste Konflikt zwischen den USA und dem Iran, anhaltende Inflationssorgen sowie die Ungewissheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve. Diese Kombination aus geopolitischen Risiken und makroökonomischen Fragezeichen belastet die Stimmung der Investoren bereits spürbar.

Saisonale Faktoren spielen an den Aktienmärkten traditionell eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bestimmte Monate oder Quartale weisen historisch betrachtet schwächere Kursentwicklungen auf – ein Phänomen, das von Markttechnikern wie Wald regelmäßig in ihre Analysen einbezogen wird. Das dritte Quartal hat dabei gerade erst begonnen, und der Juli gilt als Startpunkt für eine Phase, die saisonal durchaus herausfordernd sein kann.

Was bedeutet das für Anleger?

Für deutsche Privatanleger mit Engagements in US-amerikanischen Aktien oder ETFs auf den S&P 500 ist die Warnung relevant. Ein Rückgang von rund 8 Prozent beim wichtigsten US-Aktienindex wäre zwar keine außergewöhnliche Korrektur im historischen Vergleich, würde aber angesichts der ohnehin angespannten Marktlage zusätzlichen Druck erzeugen.

Wald unterscheidet in seiner Einschätzung klar zwischen dem mittelfristigen Trend – den er weiterhin positiv bewertet – und dem kurzfristigen saisonalen Risiko. Diese Differenzierung ist wichtig: Eine Korrektur in Richtung 7.000 Punkte würde nicht zwangsläufig das Ende des übergeordneten Aufwärtstrends bedeuten, sondern könnte als temporärer Rücksetzer innerhalb einer intakten Marktbewegung einzuordnen sein.

Anleger sollten die Entwicklung der kommenden Wochen daher aufmerksam verfolgen – insbesondere vor dem Hintergrund der weiterhin ungelösten geopolitischen und geldpolitischen Fragen, die das Marktgeschehen maßgeblich beeinflussen.

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