OpenAI will US-Regierung offenbar 5% Beteiligung übertragen
Das KI-Labor führt Gespräche mit Trump, Lutnick und Bessent – noch vor dem geplanten Börsengang später in diesem Jahr.

OpenAI erwägt Berichten zufolge, der US-Regierung eine Beteiligung von 5% zu übertragen. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Financial Times hervor, der sich auf mit den Diskussionen vertraute Personen beruft. Die Gespräche finden im Vorfeld des für später in diesem Jahr geplanten Börsengangs des KI-Unternehmens statt.
An den Verhandlungen sind demnach hochrangige Vertreter beider Seiten beteiligt. Auf Seiten von OpenAI nimmt Unternehmenschef Sam Altman teil. Auf Regierungsseite sind Präsident Donald Trump, Handelsminister Howard Lutnick sowie Finanzminister Scott Bessent in die Gespräche eingebunden.
Altman versucht, Trump für seine Pläne zu gewinnen
Der Schritt ist strategisch bedeutsam: OpenAI steht vor einem der meistbeachteten Börsengänge der Technologiebranche. Eine Beteiligung der US-Regierung könnte dem Unternehmen politischen Rückhalt sichern und regulatorische Hürden auf dem Weg an die Börse erleichtern. Sam Altman gilt als jemand, der aktiv den Dialog mit der Trump-Administration sucht, um seine ambitionierten Expansionspläne voranzutreiben.
Bemerkenswert ist zudem, dass der Vorschlag von OpenAI nicht nur das eigene Unternehmen betrifft. Laut dem Bericht sieht das Modell vor, dass auch Konkurrenten wie Anthropic und die Google-Mutter Alphabet Anteile an die US-Regierung abgeben sollen. Dies würde den Schritt zu einer branchenweiten Initiative machen, anstatt ihn als alleinige Konzession eines einzelnen Unternehmens erscheinen zu lassen.
Kontext: KI-Branche im Fokus der US-Politik
Für deutsche Anleger und Beobachter ist dieser Vorgang aufschlussreich: Er zeigt, wie eng die großen amerikanischen KI-Unternehmen ihre Geschäftsstrategie mit der politischen Landschaft in Washington verknüpfen. Die US-Regierung unter Trump hat die Förderung von Künstlicher Intelligenz als nationales Interesse definiert, und Unternehmen wie OpenAI positionieren sich entsprechend.
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Zur AktienanalyseOpenAI ist bislang nicht börsennotiert und befindet sich im Besitz einer Mischung aus gemeinnützigen und gewinnorientierten Strukturen. Der geplante Börsengang würde eine grundlegende Umstrukturierung des Unternehmens bedeuten. Eine staatliche Beteiligung in dieser Phase wäre ein ungewöhnlicher, aber politisch kalkulierter Schritt.
Ob die Gespräche zu einer konkreten Vereinbarung führen, ist derzeit noch offen. Die Financial Times berichtete lediglich, dass Diskussionen stattfinden – ein finaler Beschluss wurde bislang nicht gemeldet. Anleger und Marktbeobachter werden die weiteren Entwicklungen rund um den OpenAI-Börsengang genau verfolgen.


