OpenAI investiert über 20 Milliarden Dollar in Cerebras-Chips und Beteiligung
OpenAI sichert sich Serverkapazitäten des Chip-Startups Cerebras für drei Jahre und erhält gleichzeitig eine Minderheitsbeteiligung.

OpenAI hat einer Zahlung von mehr als 20 Milliarden US-Dollar an das Chip-Startup Cerebras zugestimmt. Das berichtete das Nachrichtenportal The Information am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im Rahmen der Vereinbarung wird OpenAI über die nächsten drei Jahre Server nutzen, die mit den Prozessoren von Cerebras betrieben werden.
Als Teil des Deals erhält OpenAI eine Beteiligung an Cerebras in Form von Optionsscheinen für einen Minderheitsanteil an den Aktien des Unternehmens. Laut dem Bericht von The Information könnte sich diese Beteiligung bei höheren Ausgaben weiter erhöhen. Konkret könnte OpenAI über die nächsten drei Jahre Optionsscheine für bis zu 10 Prozent der Firma erhalten.
Milliarden-Investition in Rechenzentren
Neben den Serverkosten wird OpenAI Cerebras zusätzlich rund 1 Milliarde US-Dollar zahlen, um den Bau von Rechenzentren für den Betrieb seiner KI-Modelle zu finanzieren. Diese Infrastrukturinvestition unterstreicht den enormen Kapitalbedarf, den moderne KI-Systeme mit sich bringen. Für OpenAI bedeutet die Vereinbarung eine langfristige Absicherung wichtiger Rechenkapazitäten.
Das Geschäft erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem OpenAI verstärkt nach Chips und Serverkapazitäten für seine fortschrittlichen KI-Modelle sucht. Der Bedarf an leistungsfähiger Recheninfrastruktur ist für KI-Unternehmen zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor geworden. Cerebras ist als Hersteller spezialisierter KI-Prozessoren bekannt und gilt als einer der wenigen ernsthaften Konkurrenten zum Marktführer Nvidia.
Börsengang von Cerebras rückt näher
Laut The Information könnte Cerebras den Deal bereits am Freitag bekannt geben, wenn das Unternehmen die Unterlagen für seinen Börsengang (IPO) vorlegt. Ein IPO von Cerebras wäre ein bedeutendes Ereignis für den KI-Chip-Markt und würde das Startup einer breiten Investorenbasis zugänglich machen. Die strategische Partnerschaft mit OpenAI dürfte das Interesse potenzieller Anleger erheblich steigern.
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Zur AktienanalyseAuch OpenAI selbst wird im weiteren Jahresverlauf ein potenzieller Börsengang erwartet. Das Unternehmen hinter dem bekannten KI-Chatbot ChatGPT gehört zu den am höchsten bewerteten Technologieunternehmen weltweit. Die Kombination aus langfristigen Lieferverträgen, strategischen Beteiligungen und geplanten Börsengängen zeigt, wie dynamisch sich der KI-Sektor derzeit entwickelt.
Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung im KI-Chip-Markt besonders relevant, da sie die Wettbewerbslandschaft gegenüber etablierten Anbietern wie Nvidia nachhaltig verändern könnte. Die milliardenschwere Vereinbarung zwischen OpenAI und Cerebras verdeutlicht, dass der Hunger nach Rechenkapazität in der KI-Branche ungebrochen ist und weiter zunimmt.


