OpenAI bietet US-Regierung 5%-Beteiligung am Unternehmen an
Sam Altman schlug der Trump-Administration eine Eigentumsbeteiligung vor, um politischen Druck aus Washington zu mildern.

OpenAI hat der US-Regierung eine Beteiligung von 5% am Unternehmen angeboten. Wie die Financial Times am Donnerstag unter Berufung auf zwei mit den Gesprächen vertraute Personen berichtete, unterbreitete OpenAI-Chef Sam Altman diesen Vorschlag in ersten Gesprächen mit der Trump-Administration. Ziel ist es, den politischen Druck aus Washington zu mildern.
Altman begründete den Schritt mit einem grundsätzlichen Argument: Eine finanzielle Beteiligung der Öffentlichkeit am Unternehmen sei der beste Weg, um die breite Bevölkerung an den Wertsteigerungen der künstlichen Intelligenz partizipieren zu lassen. Damit versucht OpenAI, auf politische Gegenreaktionen zu reagieren, indem der durch KI-Technologie generierte Wohlstand mit der Öffentlichkeit geteilt wird.
Branchenweite Initiative geplant
Die vorgeschlagene Vereinbarung würde laut FT vorsehen, dass auch andere US-amerikanische KI-Unternehmen eine ähnliche Beteiligung abgeben. Ob diese Unternehmen dazu bereit wären, ist jedoch unklar. Ebenso ist nicht bekannt, ob die Trump-Regierung beabsichtigt, die Beteiligung tatsächlich weiterzuverfolgen.
Für OpenAI hätte eine solche Eigentumsbeteiligung zugunsten der US-Regierung einen strategischen Vorteil: Sie könnte dem Unternehmen helfen, gute Beziehungen zu Washington dauerhaft zu sichern. In einem politischen Umfeld, in dem KI-Regulierung zunehmend auf der Agenda steht, wäre dies ein bedeutsamer Schachzug.
Freiwillige KI-Standards stehen kurz vor Ankündigung
Unabhängig von der Beteiligungsfrage befindet sich die US-Regierung laut FT in fortgeschrittenen Gesprächen mit KI-Unternehmen über freiwillige Standards für die Veröffentlichung neuer Modelle. Hintergrund sind eine Reihe von Interventionen der Trump-Administration im Juni. Die Standards könnten bereits in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.
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Zur AktienanalyseDie geplanten Richtlinien würden Benchmarks für Modelle mit fortgeschrittenen Cyber-Fähigkeiten festlegen. Zudem sollen Zeitpläne für Veröffentlichungen erstellt werden, um künftige Markteinführungen zu rationalisieren und besser koordinieren zu können.
Für deutsche Anleger und Beobachter des KI-Sektors ist die Entwicklung bedeutsam: Sie zeigt, wie stark das Verhältnis zwischen führenden KI-Unternehmen und staatlichen Akteuren in den USA an Dynamik gewinnt. Eine direkte Regierungsbeteiligung an einem der weltweit wertvollsten KI-Unternehmen wäre ein Novum und könnte Signalwirkung für die gesamte Branche haben.


