OPEC+ stoppt Förderanstieg im ersten Quartal
Entscheidung stabilisiert Ölpreise, doch schwache Asienkonjunktur begrenzt die Gewinne

Die Ölpreise setzten ihre Gewinne am Montag fort, nachdem das Produzentenbündnis OPEC+ beschlossen hatte, die für das erste Quartal 2026 geplanten Fördererhöhungen auszusetzen. Diese Entscheidung milderte die Sorgen über ein drohendes Überangebot, auch wenn schwache Wirtschaftsdaten aus Asien die Preissteigerungen begrenzten. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg am Morgen um 28 Cent oder 0,43 Prozent auf 65,05 US-Dollar. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 25 Cent oder 0,41 Prozent auf 61,23 US-Dollar.
OPEC+ hatte am Sonntag beschlossen, die Förderung im Dezember um 137.000 Barrel pro Tag zu erhöhen – ein Schritt, der bereits im Oktober und November umgesetzt worden war. Darüber hinaus erklärten die acht beteiligten Staaten, dass sie aufgrund saisonaler Faktoren in den Monaten Januar, Februar und März 2026 auf weitere Produktionssteigerungen verzichten werden.
Marktbeobachter bewerteten den Schritt als Reaktion auf das bestehende Überangebot, das sich insbesondere zu Beginn des kommenden Jahres bemerkbar machen dürfte. Nach Einschätzung von Experten hängt die genaue Größenordnung des Überschusses davon ab, in welchem Maße die US-Sanktionen den russischen Ölfluss beeinträchtigen werden. Russland bleibt weiterhin ein Unsicherheitsfaktor, da westliche Sanktionen gegen große Förderer wie Rosneft und Lukoil bestehen und ukrainische Angriffe auf Energieinfrastruktur anhalten.
So traf am Sonntag ein ukrainischer Drohnenangriff den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse, einen der wichtigsten Ölausfuhrhäfen des Landes. Dabei wurde ein Schiff beschädigt und ein Brand ausgelöst. Diese Ereignisse unterstreichen die anhaltende geopolitische Unsicherheit, die den Ölmarkt begleitet.
Im Oktober hatten Brent und WTI mehr als zwei Prozent verloren und damit den dritten Monat in Folge Rückgänge verzeichnet. Am 20. Oktober erreichten die Preise ein Fünfmonatstief, ausgelöst durch Sorgen über ein Überangebot und die wirtschaftlichen Folgen neuer US-Zölle. Trotz dieser Faktoren halten Analysten ihre Preisprognosen weitgehend stabil. Laut einer Umfrage schwanken die Schätzungen des künftigen Angebotsüberschusses zwischen 190.000 und drei Millionen Barrel pro Tag.
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Zur AktienanalyseDie US-Energiebehörde meldete zuletzt einen Anstieg der amerikanischen Rohölförderung um 86.000 Barrel pro Tag auf den Rekordwert von 13,8 Millionen Barrel im August. In Asien belasteten schwache Auftragszahlen und die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump verhängten Zölle die industrielle Aktivität. Die Region gilt als der weltweit größte Ölverbraucher. Trump wies am Freitag Berichte zurück, wonach militärische Schläge gegen das OPEC-Mitglied Venezuela erwogen würden.

