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OPEC steigert Ölproduktion im September deutlich

Größter Zuwachs durch Saudi-Arabien und Emirate, tatsächliche Erhöhung bleibt unter Planwerten

OPEC steigert Ölproduktion im September deutlich

Die Fördermenge der Organisation erdölexportierender Länder ist im September erneut gestiegen. Nach einer Umfrage von Reuters erreichte die OPEC insgesamt 28,40 Millionen Barrel pro Tag und lag damit um 330.000 Barrel täglich über dem revidierten Augustwert. Den größten Beitrag zu diesem Anstieg leisteten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die ihre Produktion im Zuge einer Vereinbarung innerhalb der OPEC+ erhöhten.

Hintergrund des Anstiegs ist eine Entscheidung der erweiterten OPEC-Allianz, zu der auch Russland gehört. Die Gruppe beschleunigt ihre geplanten Fördererhöhungen und begann im Oktober mit dem Rückbau einer weiteren Runde von Produktionskürzungen. Einige Mitgliedsstaaten müssen gleichzeitig zusätzliche Kürzungen vornehmen, um frühere Überproduktionen auszugleichen, was den Effekt der Erhöhungen abschwächt.

Für September hatten acht OPEC+-Mitglieder eine abgestimmte Ausweitung beschlossen. Fünf davon, nämlich Algerien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, sollten ihre gemeinsame Produktion um 415.000 Barrel pro Tag steigern. Allerdings mussten Irak, Kuwait und die Emirate Ausgleichskürzungen in Höhe von insgesamt 170.000 Barrel pro Tag vornehmen. Laut der Umfrage betrug die tatsächliche Steigerung der fünf Staaten 347.000 Barrel pro Tag und blieb damit leicht unter dem vereinbarten Ziel.

Besonders bei den Fördermengen des Irak und der Vereinigten Arabischen Emirate gehen die Schätzungen auseinander. Daten der OPEC und die Reuters-Umfrage zeigen, dass beide Länder weitgehend innerhalb ihrer Quoten produzieren. Andere Institutionen wie die Internationale Energieagentur gehen jedoch davon aus, dass ihre tatsächliche Förderung deutlich höher liegt. Solche Unterschiede entstehen durch verschiedene Messmethoden und den Einsatz unterschiedlicher Quellen, die teils offizielle Regierungsangaben, teils unabhängige Analysen heranziehen.

Die Reuters-Erhebung basiert auf einer Kombination aus Flussdaten des Finanzdienstleisters LSEG, Informationen von Unternehmen wie Kpler, die Transportströme überwachen, sowie Angaben von Insidern aus der Ölindustrie, OPEC-Kreisen und Beratern. Ziel ist es, ein möglichst genaues Bild der realen Mengen zu zeichnen, die den Markt tatsächlich erreichen.

Parallel zur Produktionsausweitung der Kernländer arbeitet OPEC+ weiter an der schrittweisen Anpassung ihrer Förderpolitik, um auf Marktentwicklungen und Preisbewegungen zu reagieren. Während einige Mitglieder ihre Quoten ausschöpfen oder übertreffen, bleibt der Gesamteffekt der Erhöhungen begrenzt, weil andere Staaten verpflichtet sind, zusätzliche Kürzungen vorzunehmen.

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