OPEC+ hält Förderpause im März aufrecht – Ölpreise steigen
Die OPEC+ wird ihre Ölförderung voraussichtlich auch im März nicht erhöhen. Trotz eines Preisanstiegs von 8% in diesem Monat bleibt die Sorge vor einem Angebotsüberschuss bestehen.

Die Ölallianz OPEC+ wird ihre Produktionspause voraussichtlich auch im März fortsetzen. Dies geht aus Berichten von Delegierten hervor. Die Entscheidung kommt trotz eines deutlichen Preisanstiegs von 8% im laufenden Monat, der den Ölpreis über die Marke von 66 Dollar pro Barrel hievte.
Am 1. Februar treffen sich die acht Schlüsselmitglieder der OPEC+ – Saudi-Arabien, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kasachstan, Kuwait, Irak, Algerien und Oman. Diese Länder fördern zusammen etwa die Hälfte des weltweiten Öls und haben erheblichen Einfluss auf die globalen Energiemärkte.
Geplante Fördererhöhung verschoben
Ursprünglich hatte die Gruppe geplant, ihre Förderziele von April bis Dezember 2025 um rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies entspricht fast 3% der weltweiten Nachfrage. Aufgrund schwacher Nachfrageprognosen wurden jedoch bereits die monatlichen Erhöhungen für Januar bis März ausgesetzt.
Weder die OPEC noch die Behörden in Saudi-Arabien und Russland reagierten unmittelbar auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters zum bevorstehenden Treffen. Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass die OPEC+ ihre Ölpolitik unverändert beibehalten werde.
Venezuela und Kasachstan belasten Angebot
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Situation in Venezuela. Die USA nahmen Präsident Nicolas Maduro Anfang Januar fest und forderten Ölunternehmen auf, in Venezuela zu investieren. Allerdings dürfte eine Erholung der venezolanischen Produktion Zeit in Anspruch nehmen und das Gleichgewicht des globalen Ölmarktes noch nicht wesentlich beeinflussen, so ein Delegierter.
Problematisch ist auch die Lage in Kasachstan. Drohnenangriffe und technische Probleme haben die Förderung deutlich reduziert. JP Morgan erwartet, dass das kasachische Ölfeld Tengiz für den Rest des Januars außer Betrieb bleiben wird. Die Rohölförderung Kasachstans wird im Januar voraussichtlich nur 1,0 bis 1,1 Millionen Barrel pro Tag betragen – verglichen mit dem üblichen Niveau von rund 1,8 Millionen Barrel pro Tag.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseMarktausblick bleibt angespannt
Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, technischen Problemen in wichtigen Förderregionen und der vorsichtigen Haltung der OPEC+ dürfte die Ölmärkte weiterhin in Atem halten. Anleger beobachten die Entwicklung genau, da die Energiepreise direkten Einfluss auf Inflation und Wirtschaftswachstum haben.


