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OPEC+ hält Förderpause bei: Ölpreise steigen auf über 66 Dollar

Die OPEC+ wird ihre Pause bei Fördererhöhungen voraussichtlich auch im März fortsetzen. Hintergrund sind steigende Ölpreise und Produktionsausfälle in Kasachstan, wie drei Delegierte gegenüber Reuters bestätigten.

OPEC+ hält Förderpause bei: Ölpreise steigen auf über 66 Dollar

Die Ölallianz OPEC+ wird bei ihrem Treffen am 1. Februar voraussichtlich keine Änderungen an ihrer Förderpolitik vornehmen. Dies bestätigten drei OPEC+-Delegierte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die acht Mitgliedsstaaten werden damit ihre bereits im Dezember beschlossene Förderpause für März beibehalten.

Ölpreise steigen um 8 Prozent

Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ölpreise im Januar bereits um 8 Prozent zugelegt haben und die Marke von 66 Dollar pro Barrel überschritten haben. Verantwortlich für den Preisanstieg sind vor allem Produktionsausfälle in Kasachstan sowie geopolitische Spannungen. Die acht OPEC+-Mitglieder – Saudi-Arabien, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kasachstan, Kuwait, Irak, Algerien und Oman – fördern zusammen etwa die Hälfte des weltweiten Öls.

Kasachstan mit massiven Produktionsausfällen

Besonders dramatisch ist die Situation in Kasachstan. Die Investmentbank JP Morgan rechnet damit, dass das wichtige Ölfeld Tengiz für den Rest des Januars außer Betrieb bleiben wird. Drohnenangriffe und technische Probleme haben die Förderung massiv beeinträchtigt. Die kasachische Rohölproduktion liegt im Januar bei durchschnittlich nur 1,0 bis 1,1 Millionen Barrel pro Tag – verglichen mit dem üblichen Niveau von rund 1,8 Millionen Barrel täglich.

Ursprünglicher Plan sah Fördererhöhungen vor

Ursprünglich hatte die OPEC+ geplant, die Förderziele von April bis Dezember 2025 um rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies entspricht fast 3 Prozent der weltweiten Nachfrage. Angesichts schwacher Nachfrageprognosen wurden die monatlichen Erhöhungen für Januar bis März jedoch ausgesetzt. Die aktuelle Marktlage mit steigenden Preisen und Produktionsausfällen bestärkt die Allianz nun darin, an dieser Strategie festzuhalten.

Geopolitische Faktoren belasten Markt

Zusätzliche Unsicherheit bringen geopolitische Entwicklungen. Die USA haben den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang Januar festgenommen und fordern Ölunternehmen auf, in Venezuela zu investieren. Allerdings rechnen OPEC+-Delegierte damit, dass eine Erholung der venezolanischen Produktion Zeit benötigen wird. Zudem erhöhen mögliche US-Angriffe auf den Iran die Aussicht auf weitere reduzierte Öllieferungen am Weltmarkt.

Marktbeobachter erwarten Kontinuität

Weder die OPEC noch die Behörden in Saudi-Arabien und Russland kommentierten bisher offiziell das bevorstehende Treffen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor bereits berichtet, dass die OPEC+ ihre Ölpolitik unverändert beibehalten werde. Analysten gehen davon aus, dass die Allianz angesichts der aktuellen Marktsituation ihre vorsichtige Strategie fortsetzen wird, um die Preise zu stabilisieren.

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