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OMV verkauft Anteil in Malaysia

Strategische Neuausrichtung und Stärkung des asiatischen Marktes

OMV verkauft Anteil in Malaysia

Der österreichische Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV hat einen bedeutenden Schritt in seiner Unternehmensstrategie unternommen, indem er seinen 50-Prozent-Anteil an der malaysischen Sapura OMV für rund 830 Millionen Euro an das französische Energieunternehmen Total Energies verkauft hat. Dieser Verkauf, der voraussichtlich gegen Ende des ersten Halbjahrs 2024 abgeschlossen sein wird, unterliegt noch der Zustimmung der zuständigen Behörden. Diese Transaktion ist ein wesentlicher Bestandteil der OMV Strategie 2030, die darauf abzielt, die Öl- und Gasproduktion über die Zeit zu reduzieren.

OMV-Chef Alfred Stern betonte die Bedeutung dieser Vereinbarung für die Neuausrichtung des Energieportfolios des Unternehmens. Die Entscheidung, sich von diesem Anteil zu trennen, spiegelt das Bestreben wider, sich langfristig auf ein kohlenstoffärmeres Geschäftsmodell zu konzentrieren. Der teilstaatliche Konzern, der im Jahr 2022 einen Umsatz von 62 Milliarden Euro erzielte und rund 22.300 Mitarbeiter beschäftigt, zeigt damit sein Engagement für eine nachhaltigere Energiezukunft.

Für Total Energies, das weltweit in 130 Ländern mit über 100.000 Mitarbeitern vertreten ist, bedeutet der Erwerb des Anteils an Sapura OMV eine deutliche Stärkung seiner Position im asiatischen Energiemarkt. Patrick Pouyanné, Vorstandsvorsitzender und CEO von Total Energies, erklärte, dass die Anlagen von Sapura OMV mit ihren niedrigen Produktionskosten und geringer Treibhausgasintensität eine ideale Ergänzung für das Portfolio des Unternehmens darstellen. Zudem tragen sie dazu bei, den wachsenden Bedarf an Gas in Asien zu decken.

Sapura OMV, mit Hauptsitz in Kuala Lumpur, ist ein Joint-Venture, das 2019 gegründet wurde und sich zu gleichen Teilen im Besitz von OMV und Sapura Energy befindet. Das Unternehmen verfügt über Produktions- und Entwicklungsanlagen in flachen Gewässern vor der Küste Malaysias und hält zudem Explorationsbeteiligungen in Mexiko, Australien und Neuseeland.

Neben dem Verkauf seiner Beteiligung an Sapura OMV plant OMV, den Verkaufsprozess für sein Tochterunternehmen OMV New Zealand Limited fortzusetzen. Das Engagement in Neuseeland hat in der Vergangenheit Kritik von Umwelt- und Artenschützern hervorgerufen. Diese Schritte sind Teil der umfassenden Bemühungen des Konzerns, seine Geschäftstätigkeiten im Einklang mit Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen neu zu gestalten.

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