Olympische Winterspiele 2026: Singapur zahlt 792.000 Dollar für Gold
Medaillenboni variieren stark: Während Singapur Rekordprämien auslobt, verzichten Norwegen und Großbritannien auf direkte Zahlungen.

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien wetteifern fast 2.900 Athleten aus über 90 Nationen um 116 Medaillenentscheidungen. Während das Internationale Olympische Komitee selbst kein Preisgeld vergibt, belohnen viele Länder ihre Medaillengewinner mit teils erheblichen Barprämien. Die Unterschiede könnten dabei kaum größer sein.
Singapur führt die Rangliste mit Abstand an: Der südostasiatische Stadtstaat zahlt umgerechnet rund 792.000 Dollar für eine individuelle Goldmedaille, 395.000 Dollar für Silber und 197.000 Dollar für Bronze. Allerdings hat Singapur bisher nur 2018 erstmals an Winterspielen teilgenommen und ist auch 2026 lediglich mit einem Athleten vertreten – dem alpinen Skirennläufer Faiz Basha, der seinen ersten Wettkampf bereits nicht beenden konnte.
Auch Hongkong zeigt sich großzügig und bietet etwa 768.000 Dollar für Gold, 384.000 Dollar für Silber und 192.000 Dollar für Bronze. Die chinesische Sonderverwaltungszone wartet allerdings noch auf ihre erste Winterolympiamedaille.
Polen punktet mit außergewöhnlichem Bonuspaket
In Europa sticht Polen nicht nur durch die Prämienhöhe heraus. Goldmedaillengewinner erhalten neben rund 211.000 Dollar einen Toyota Corolla, eine fertig ausgestattete Zweizimmerwohnung, ein Gemälde, einen Urlaubsgutschein und Schmuck. Auch Silber- und Bronzemedaillengewinner profitieren von diesem kreativen Belohnungssystem, das neben Geldprämien von 169.000 beziehungsweise 124.000 Dollar ebenfalls Kunstwerke und Schmuck umfasst.
Gastgeber Italien zeigt sich mit etwa 214.000 Dollar für Gold, 107.000 Dollar für Silber und 71.000 Dollar für Bronze ebenfalls spendabel. Südkorea liegt mit 208.000 Dollar für Gold, 139.000 Dollar für Silber und 70.000 Dollar für Bronze in einem ähnlichen Bereich.
USA zahlen deutlich weniger
Das United States Olympic & Paralympic Committee fällt mit 37.500 Dollar für Gold, 22.500 Dollar für Silber und 15.000 Dollar für Bronze deutlich bescheidener aus. Diese Beträge erscheinen geradezu symbolisch im Vergleich zu den asiatischen Spitzenreitern.
Interessanterweise verzichten einige der erfolgreichsten Wintersportnationen komplett auf direkte Geldprämien. Norwegen, das Land mit den meisten Medaillen in der Geschichte der Winterspiele, zahlt keine Barprämien für Podiumsplätze. Stattdessen können Athleten, die ihre Karriere fortsetzen, ein Stipendium von umgerechnet etwa 16.800 Dollar pro Jahr beantragen, das Zugang zu professionellem Training und medizinischer Versorgung beinhaltet.
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Zur AktienanalyseGroßbritannien und China setzen auf andere Fördermodelle
Auch Großbritannien vergibt keine Medaillenboni. Die finanzielle Unterstützung für Team GB erfolgt über UK Sport, das mit Mitteln der National Lottery Training, Coaching und Athletenentwicklung fördert. China veröffentlicht keine standardisierte nationale Auszahlungsstruktur, wobei Belohnungen oft auf Provinz- oder Sponsorenebene festgelegt werden.
Für viele Athleten kann eine olympische Medaille nach Jahren harter Entbehrungen und Training nicht nur sportlichen Ruhm, sondern auch finanzielle Sicherheit bedeuten. Die enormen Unterschiede in den Prämiensystemen spiegeln dabei nicht nur unterschiedliche wirtschaftliche Möglichkeiten wider, sondern auch verschiedene Philosophien in der Sportförderung.


