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Ölpreisschock über 109 Dollar: Aktien und Anleihen unter Druck

Trumps China-Gipfel scheitert ohne Durchbruch zur Straße von Hormus – Inflationsängste wie 2022 kehren zurück.

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Ölpreisschock über 109 Dollar: Aktien und Anleihen unter Druck

Die US-Börsen haben am Freitag deutliche Kursverluste verzeichnet. Auslöser war ein massiver Anstieg der weltweiten Ölpreise, die die Marke von 109 US-Dollar pro Barrel überschritten. Gleichzeitig erfassten Inflationsängste die Wall Street, während Präsident Donald Trumps Reise nach China ohne den erhofften Durchbruch endete.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Straße von Hormus – einer der strategisch wichtigsten Seewege der Welt. Durch diese Meerenge im Persischen Golf fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels. Eine Blockade oder Einschränkung des Durchgangs hat unmittelbare Auswirkungen auf die weltweiten Energiepreise und damit auf die Inflation in nahezu allen Volkswirtschaften.

US-China-Gipfel in Peking ohne Ergebnis

Die Staats- und Regierungschefs der beiden größten Volkswirtschaften der Welt beendeten am Freitag den bedeutsamen Gipfel in Peking. Doch es gab nur wenige Anzeichen dafür, dass Trump die Unterstützung des chinesischen Staatschefs Xi Jinping gewinnen konnte. Konkret ging es darum, China dazu zu bewegen, seinen Einfluss auf den Iran geltend zu machen und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu erwirken.

Für die Finanzmärkte ist dieses Scheitern ein deutliches Signal. Ohne eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt bleibt die Versorgungslage am Ölmarkt angespannt. Steigende Energiepreise wirken wie ein Bremsblock für die Wirtschaft: Sie erhöhen die Produktionskosten, belasten Verbraucher und schüren Inflationserwartungen – ein Szenario, das Anleger bereits aus dem Jahr 2022 kennen.

Erinnerungen an die Inflationskrise von 2022

Die Sorge vor einem erneuten Inflationsproblem wie im Jahr 2022 flammt damit wieder auf. Damals hatten explodierende Energiepreise – ausgelöst durch den russischen Angriff auf die Ukraine – die Notenbanken weltweit zu aggressiven Zinserhöhungen gezwungen. Aktien und Anleihen gerieten damals in einen gleichzeitigen Ausverkauf, der Anleger mit klassischen Portfolios hart traf.

Genau dieses Muster scheint sich nun zu wiederholen: Sowohl Aktien als auch Anleihen gerieten am Freitag unter Verkaufsdruck. Steigende Ölpreise nähren die Erwartung, dass die Inflation hartnäckiger bleiben könnte als erhofft – was den Spielraum der US-Notenbank Federal Reserve für mögliche Zinssenkungen weiter einengt.

Trotz der düsteren Marktstimmung gibt es laut Marktbeobachtern noch Hoffnung auf eine Kehrtwende Trumps im Iran-Konflikt. Eine diplomatische Lösung, die den Weg durch die Straße von Hormus wieder freigibt, könnte die Ölpreise rasch entlasten und die Inflationssorgen dämpfen. Ob und wann eine solche Wende kommt, bleibt jedoch offen – und die Märkte reagieren entsprechend nervös.

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