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Ölpreise steigen über 2 Prozent nach Trump-Drohungen gegen Iran

US-Präsident erwägt Militärschläge gegen Teheran – Brent-Öl knackt fast 70-Dollar-Marke

Ölpreise steigen über 2 Prozent nach Trump-Drohungen gegen Iran

Die internationalen Ölpreise sind am Donnerstag kräftig gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump militärische Angriffe auf den Iran ins Spiel gebracht hat. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,56 Dollar oder 2,5 Prozent auf 64,77 Dollar je Barrel. Die europäische Referenzsorte Brent legte um 1,59 Dollar oder 2,3 Prozent auf 69,99 Dollar zu und näherte sich damit der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, prüft Trump gezielte Militärschläge gegen iranische Sicherheitskräfte und Führungspersonen. Ziel sei es, regierungsfeindliche Demonstranten zu ermutigen und Bedingungen für einen Regimewechsel zu schaffen, so zwei US-Quellen gegenüber Reuters. Die Islamische Republik hatte Anfang Januar mit einem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte Proteste niedergeschlagen, wobei Tausende Menschen ums Leben kamen.

Die Märkte reagieren nervös auf die Eskalation, da der Iran als OPEC-Mitglied eine wichtige Rolle auf dem globalen Ölmarkt spielt. Anleger befürchten, dass militärische Auseinandersetzungen die Rohöllieferungen aus der Region unterbrechen könnten. Der Nahe Osten ist eine der wichtigsten Förderregionen weltweit und jede Störung der Lieferketten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energiepreise.

Militärische Drohkulisse verschärft sich

Trump hat bereits die Flugzeugträgerkampfgruppe Abraham Lincoln in den Nahen Osten entsandt und damit ein deutliches militärisches Signal gesetzt. Am Mittwoch warnte der Präsident Teheran, dass die Zeit für eine Einigung über das iranische Atomprogramm knapp werde. Dabei drohte er mit größeren Angriffen als dem Luftschlag vom vergangenen Juni, der auf iranische Atomanlagen abzielte.

Für deutsche Verbraucher und Unternehmen könnte die Entwicklung spürbare Folgen haben. Steigende Ölpreise verteuern nicht nur Benzin und Diesel an den Tankstellen, sondern erhöhen auch die Produktions- und Transportkosten in der Wirtschaft. Die Energiepreise gelten als wichtiger Inflationstreiber und beeinflussen damit auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Die Ölmärkte bleiben in den kommenden Tagen voraussichtlich volatil. Händler und Analysten beobachten genau, ob Trump seine Drohungen wahrmacht oder ob es zu diplomatischen Verhandlungen kommt. Jede Nachricht aus Washington oder Teheran dürfte die Preise in Bewegung halten.

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