Ölpreise stabil trotz US-Winterausfällen und Iran-Spannungen
Die Ölpreise zeigten sich am Montag nahezu unverändert. Produktionsausfälle durch Wintersturm Fern in den USA und steigende geopolitische Risiken im Nahen Osten konnten die Sorgen vor einem Überangebot 2026 nicht verdrängen.

Die internationalen Ölmärkte präsentierten sich zum Wochenstart weitgehend stabil. Brent-Rohöl fiel um 7 Cent auf 65,81 Dollar je Barrel, während US-Rohöl der Sorte WTI um 6 Cent auf 61,01 Dollar nachgab. Beide Sorten hatten in der Vorwoche noch Gewinne von 2,7 Prozent verzeichnet und am Freitag ihre höchsten Stände seit Mitte Januar erreicht.
Wintersturm belastet US-Produktion
Der Wintersturm Fern hat die Rohölförderung in den USA spürbar beeinträchtigt. Nach Angaben von JPMorgan-Analysten fielen rund 250.000 Barrel pro Tag aus, besonders betroffen waren das Bakken-Feld in Oklahoma und Regionen in Texas. "Der Wintersturm erzwang Stilllegungen in wichtigen Rohöl- und Erdgasförderregionen und belastete das Stromnetz zusätzlich", erklärte Priyanka Sachdeva, Senior Market Analyst bei Phillip Nova.
Geopolitische Spannungen im Fokus
Zusätzlich sorgen die Spannungen zwischen den USA und dem Iran für Nervosität an den Märkten. Präsident Trump kündigte die Entsendung einer US-Flugzeugträger-Kampfgruppe in den Nahen Osten an, die in den kommenden Tagen dort eintreffen soll. Ein hochrangiger iranischer Beamter warnte am Freitag, der Iran werde jeden Angriff "als einen totalen Krieg" betrachten.
"Die Ankündigung hat die Ängste vor Lieferunterbrechungen neu entfacht und eine Risikoprämie auf die Rohölpreise aufgeschlagen", kommentierte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. Die geopolitischen Risiken stützen derzeit die Preise, auch wenn die Auswirkungen begrenzt bleiben.
Überangebot dämpft Aufwärtspotenzial
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Zur AktienanalyseTrotz der kurzfristigen Störfaktoren bleiben Marktteilnehmer skeptisch. "Händler gewichten die Beständigkeit des Überschusses stärker als vereinzelte Schlagzeilen", so Sachdeva. Ohne signifikante Förderkürzungen der OPEC+ oder großer Produzenten deute das Gesamtbild für 2026 weiterhin auf schwache strukturelle Fundamentaldaten hin.
Positiv vermerkt wurde, dass das kaspische Pipeline-Konsortium Kasachstans nach Wartungsarbeiten am Sonntag seine volle Verladekapazität am Schwarzmeer-Terminal wieder erreicht hat. Dies trägt zur Entspannung der Liefersituation bei und limitiert weitere Preisanstiege.


