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Ölpreise geben nach US-Angriffen auf Iran wieder nach

Nach einem massiven Kurssprung infolge neuer US-Militärangriffe auf den Iran drehen Brent und WTI wieder ins Minus.

Ölpreise geben nach US-Angriffen auf Iran wieder nach

Die Ölpreise haben am Donnerstag ihre anfänglichen Gewinne wieder abgegeben, nachdem sie zuvor infolge neuer US-Angriffe auf den Iran stark gestiegen waren. Die Sorgen um mögliche Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten hatten den Markt zunächst in Aufruhr versetzt. In den frühen europäischen Handelsstunden notierte der internationale Ölpreis jedoch bereits wieder im Minus.

Der Terminkontrakt der Referenzsorte Brent zur Lieferung im September fiel um 0,3 Prozent auf 77,73 US-Dollar pro Barrel. Damit gab er die zuvor erzielten Gewinne vollständig wieder ab. In der vorangegangenen Handelssitzung hatte Brent noch um beachtliche 5,4 Prozent zugelegt – der größte Tagesgewinn seit dem 4. Mai.

Auch die US-amerikanische Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August handelte 0,2 Prozent schwächer bei 73,40 US-Dollar je Barrel. Am Mittwoch war WTI noch um 4,4 Prozent gestiegen und hatte damit den größten Tagesgewinn seit dem 1. Juni verbucht.

Hintergrund: US-Angriffe und eskalierender Konflikt

Das US-Zentralkommando hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass neue Angriffe auf den Iran als Reaktion auf Teherans Attacken auf die Handelsschifffahrt in und um die Straße von Hormus gestartet wurden. US-Präsident Donald Trump signalisierte zudem, dass er kein Interesse mehr an Verhandlungen über ein Abkommen mit dem Iran habe. Zuvor hatte er nach einer weiteren Angriffswelle erklärt, dass der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran „beendet" sei.

Die Straße von Hormus gilt als einer der weltweit wichtigsten Engpässe für Energielieferungen. Durch diese strategisch bedeutsame Meerenge fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels – insbesondere aus den Golfstaaten in Richtung Asien und Europa. Störungen in diesem Bereich haben daher unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte.

Straße von Hormus: Schlüsselrolle für globale Energieversorgung

Experten warnen, dass selbst begrenzte Störungen in der Straße von Hormus „unverhältnismäßig große Auswirkungen auf die kurzfristige Preisgestaltung, die Frachtkosten und die Marktstimmung haben" könnten. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen ist dies von besonderer Relevanz, da Europa stark von Ölimporten aus der Golfregion abhängig ist.

Die Volatilität der Ölpreise in den vergangenen Handelstagen verdeutlicht, wie sensibel die Energiemärkte auf geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten reagieren. Anleger und Marktteilnehmer beobachten die Lage rund um den Iran und die Straße von Hormus daher mit großer Aufmerksamkeit. Die weitere Preisentwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran weiter zuspitzt oder eine diplomatische Lösung gefunden wird.

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