Ölpreise fallen trotz US-Wintersturm – Kasachstan nimmt Produktion wieder auf
Die Ölpreise gaben am Montag nach, obwohl ein schwerer Wintersturm die US-Produktion beeinträchtigt. Grund ist die erwartete Wiederaufnahme der kasachischen Ölförderung, die das globale Angebot erhöhen dürfte.

Die internationalen Ölpreise sind am Montag trotz massiver Produktionsausfälle in den USA gefallen. Brent-Rohöl verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 65,15 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI um 0,6 Prozent auf 60,28 Dollar nachgab. Auslöser des Preisrückgangs ist die bevorstehende Wiederaufnahme der Ölförderung in Kasachstan.
Kasachstan erhöht Angebot wieder
Das kasachische Energieministerium kündigte die Wiederaufnahme der Produktion aus dem größten Ölfeld des Landes an. Gleichzeitig meldete die Caspian Pipeline Consortium (CPC), dass ihr Terminal an der russischen Schwarzmeerküste nach Wartungsarbeiten wieder die volle Verladekapazität erreicht habe. Die Rohstoffstrategen der ING Bank erwarten, dass diese zusätzlichen Mengen den Kassamarkt entlasten und den Brent-Spread unter Druck setzen werden.
Bemerkenswert ist die Entwicklung der Terminpreise: Die Prämie für März-Brent-Futures gegenüber April ist auf über 80 Cent pro Barrel gestiegen – fast das Dreifache des Wertes von Anfang Januar. Diese Backwardation-Struktur deutet auf eine angespannte kurzfristige Versorgungslage hin, steht aber laut ING im Widerspruch zu Schätzungen eines großen Ölüberschusses.
US-Wintersturm belastet Produktion
Ein schwerer Wintersturm hat die US-Ölproduktion am Wochenende erheblich beeinträchtigt. Analysten und Händler schätzen die Ausfälle auf bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag – das entspricht etwa 15 Prozent der nationalen Förderung. Mehrere Raffinerien entlang der US-Golfküste meldeten zudem Probleme aufgrund der eisigen Temperaturen, was Sorgen über Engpässe bei der Treibstoffversorgung aufkommen lässt.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten
An der geopolitischen Front hat ein US-Flugzeugträger mit Begleitschiffen den Nahen Osten erreicht. Die Entsendung erweitert die militärischen Optionen von Präsident Donald Trump in der Region, einschließlich möglicher Maßnahmen gegen den Iran. "Die Versorgungsrisiken sind nicht vollständig verflogen", warnte Daniel Hynes, Analyst bei ANZ.
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Zur AktienanalyseOPEC+ hält an Förderpolitik fest
Bei ihrem Treffen am 1. Februar wird die OPEC+ voraussichtlich die Aussetzung der geplanten Produktionssteigerungen für März beibehalten. Dies teilten drei OPEC+-Delegierte mit. Die acht teilnehmenden Länder – Saudi-Arabien, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kasachstan, Kuwait, Irak, Algerien und Oman – halten damit an ihrer vorsichtigen Förderpolitik fest, um die Preise zu stützen.


