Ölpreise fallen trotz US-Iran-Spannungen und Winterstürmen
Die Ölpreise geben im asiatischen Handel nach, obwohl geopolitische Spannungen und Produktionsausfälle durch Winterstürme in den USA die Märkte beschäftigen. Brent-Öl fällt auf 65,22 Dollar pro Barrel.

Die internationalen Ölpreise sind am Dienstag im asiatischen Handel unter Druck geraten, trotz anhaltender Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie wetterbedingter Produktionsausfälle in den Vereinigten Staaten. Brent-Rohöl für März-Lieferung fiel um 0,6 Prozent auf 65,22 Dollar pro Barrel, während die US-Sorte WTI um 0,5 Prozent auf 60,33 Dollar nachgab.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten
Die Märkte beobachten weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten mit Sorge. US-Präsident Trump hatte vergangene Woche erklärt, eine "Armada" sei auf dem Weg in den Iran, betonte jedoch gleichzeitig die Hoffnung, diese nicht einsetzen zu müssen. Am Wochenende wurden Berichten zufolge ein US-Flugzeugträger und mehrere Zerstörer in der Region gesichtet. Die Drohungen Trumps richteten sich gegen die gewaltsame Niederschlagung landesweiter Proteste im Iran, wobei die Demonstrationen zuletzt abflauten und auch Trumps Ton gemäßigter wurde.
Winterstürme belasten US-Produktion
Ein schwerer Schneesturm in den USA hat am Wochenende zu erheblichen Produktionsausfällen geführt. Nach Schätzungen fielen bis zu 2 Millionen Barrel der täglichen Ölförderung aus, während gleichzeitig das Stromnetz des Landes stark belastet wurde. Händler beobachten nun genau, ob längere Unterbrechungen das globale Rohölangebot spürbar verknappen könnten.
Kasachstan nimmt Produktion wieder auf
Gegenläufige Signale kommen aus Kasachstan, dem zwölftgrößten Ölproduzenten der Welt. Das Land kündigte am Montag die Wiederaufnahme der Produktion im Tengiz-Ölfeld an, seiner größten Förderanlage. Ein Brand und Stromausfall hatten die Produktion dort zuvor gestoppt. Allerdings berichtet Reuters, dass die Fördermengen zunächst gering ausfallen dürften, da die Force Majeure für CPC Blend-Exporte noch nicht aufgehoben wurde.
OPEC+-Treffen im Fokus
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Zur AktienanalyseDie Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihre Verbündeten werden bei ihrem anstehenden Treffen am 1. Februar voraussichtlich keine Änderungen an den Förderquoten vornehmen. Die Gruppe hatte ihre Produktion im Jahr 2025 kontinuierlich erhöht, Ende des Jahres jedoch eine Pause angekündigt, um der anhaltenden Schwäche der Rohölpreise entgegenzuwirken. Kasachstan ist ebenfalls Mitglied der OPEC+.
Marktausblick
Die aktuellen Preisbewegungen zeigen, dass die Märkte zwischen verschiedenen Einflussfaktoren abwägen. Während geopolitische Risiken und Versorgungsunterbrechungen grundsätzlich preistreibend wirken, dämpfen die erwartete Produktionserholung in Kasachstan und die nachlassenden Spannungen im Iran die Aufwärtsimpulse. Anleger beobachten nun die weitere Entwicklung der Wetterlage in den USA sowie die diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten.


