ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise fallen nach Trumps Rückzug von Iran-Angriffsdrohung

Nach zwei Tagen starker Kursgewinne beruhigen sich die Ölmärkte, da Trump seine Drohung gegen den Iran zurückzieht.

Ölpreise fallen nach Trumps Rückzug von Iran-Angriffsdrohung

Die Ölpreise haben am Montag nachgegeben, nachdem US-Präsident Donald Trump von seiner Drohung abrückte, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen. Damit entspannte sich die Lage an den Rohstoffmärkten spürbar, nachdem die Notierungen zuvor zwei Tage lang kräftig zugelegt hatten.

Trumps Kurskorrektur hält die Aussicht auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran aufrecht. Im Rahmen eines solchen Abkommens würden sich beide Seiten verpflichten, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus ungehindert zu gewährleisten. Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch bedeutendsten Wasserstraßen der Welt – ein erheblicher Anteil des globalen Ölhandels wird durch diesen engen Meereskanal zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel transportiert.

Ein freier Zugang durch die Straße von Hormus würde den Export von bislang blockiertem Rohöl und Raffinerieprodukten aus dem Persischen Golf wieder ermöglichen. Dies hätte unmittelbare Auswirkungen auf das globale Ölangebot und damit auf die Preisbildung an den internationalen Rohstoffmärkten.

Russisches Öl: US-Finanzministerium verlängert Sanktionsausnahme

Ebenfalls am Montag sorgte eine weitere Entscheidung aus Washington für Bewegung am Ölmarkt. Finanzminister Scott Bessent gab bekannt, dass sein Ministerium eine „vorübergehende" 30-tägige Ausnahmegenehmigung erteilt hat. Diese erlaubt es Drittstaaten, russisches Öl zu importieren, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

Es handelt sich dabei bereits um die zweite Verlängerung dieser Ausnahmeregelung. Die ursprüngliche Regelung wurde eingeführt, als die Ölpreise im März massiv anstiegen. Mit der erneuten Verlängerung signalisiert die US-Regierung, dass sie kurzfristig keine Verschärfung der Sanktionspolitik gegenüber russischen Ölexporten plant.

Für deutsche und europäische Anleger sind beide Entwicklungen von Bedeutung. Die Entspannung im Iran-Konflikt sowie die Verlängerung der Russland-Sanktionsausnahme wirken preisdämpfend auf den Rohölmarkt. Niedrigere Energiepreise könnten die Inflationsentwicklung in Europa positiv beeinflussen und den Druck auf energieintensive Unternehmen verringern.

Geopolitik bleibt entscheidender Preistreiber

Die jüngsten Marktschwankungen verdeutlichen einmal mehr, wie stark die Ölpreise von geopolitischen Entwicklungen abhängen. Allein die Drohung einer militärischen Eskalation im Nahen Osten hatte in den vorangegangenen zwei Handelstagen für deutliche Kursgewinne gesorgt. Trumps Rückzug von dieser Drohung reichte aus, um diese Gewinne wieder abzubauen.

Anleger, die in Öl-Futures, Energieaktien oder entsprechende ETFs investiert sind, sollten die geopolitische Lage rund um den Iran sowie die Entwicklungen in der US-Sanktionspolitik gegenüber Russland weiterhin genau beobachten. Beide Faktoren dürften die Preisfindung am Rohölmarkt in den kommenden Wochen maßgeblich mitbestimmen.

ÖlpreisTrump IranStraße Von HormusRussland SanktionenRohölmarktEnergiepreiseÖlmarkt Geopolitik

Disclaimer