Ölpreise fallen nach Trump-Aussagen zu Iran
Die Ölpreise gaben am Donnerstag deutlich nach, nachdem US-Präsident Trump Befürchtungen über eine Eskalation im Iran dämpfte. Gleichzeitig weitete sich der Technologie-Ausverkauf auf die asiatischen Märkte aus.

Die internationalen Ölmärkte zeigten sich am Donnerstag deutlich schwächer. Brent-Rohöl fiel um 3,4 Prozent auf 64,25 US-Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI um 3,4 Prozent auf 59,89 US-Dollar nachgab. Zuvor hatten die Notierungen noch Höchststände von 66,82 beziehungsweise 62,36 US-Dollar erreicht.
Trump dämpft Iran-Sorgen
Auslöser für den Preisrückgang waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Er erklärte am Mittwochnachmittag, dass ihm mitgeteilt worden sei, die Tötungen im Rahmen des iranischen Vorgehens gegen landesweite Proteste würden nachlassen. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass derzeit keine Pläne für groß angelegte Hinrichtungen bestünden. Diese Aussagen beruhigten die Märkte und ließen die Risikoprämien bei Öl sinken.
Technologie-Ausverkauf erfasst Asien
Parallel zum Ölpreisrückgang weitete sich der Ausverkauf bei Technologieaktien nach den Verlusten an der Wall Street auf die asiatischen Börsen aus. Investoren zogen Kapital aus hoch bewerteten Chip- und KI-Titeln ab. Der japanische Nikkei-Index verlor 0,9 Prozent, nachdem er zuvor ein Allzeithoch erreicht hatte. Taiwans TAIEX sank um 0,4 Prozent, während Hongkongs Hang Seng 0,5 Prozent nachgab.
Der breiter gefasste japanische Topix-Index konnte sich dem Trend entziehen und baute sein Rekordhoch mit einem Plus von 0,8 Prozent aus. Die chinesischen Blue Chips gaben leicht um 0,1 Prozent nach.
Yen erholt sich nach Intervention
Am Devisenmarkt legte der japanische Yen eine deutliche Erholung hin. Zuvor war er gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit Juli 2024 gefallen. Die anschließende Erholung erfolgte inmitten von Warnungen vor einer möglichen Intervention der japanischen Behörden.
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Zur AktienanalyseDie japanischen Anleiherenditen gaben von ihren Rekordhöhen nach. Sie waren zuvor stark gestiegen, angetrieben durch Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen. Diese wurden später bestätigt und dürften zu größeren fiskalischen Stimuli führen.
Gold gibt von Rekordhoch nach
Auch der Goldpreis zeigte sich schwächer und fiel um 0,5 Prozent auf rund 4.598 US-Dollar je Unze. Am Mittwoch hatte das Edelmetall noch einen beispiellosen Wert von 4.642,72 US-Dollar erreicht. Die leichte Entspannung bei den geopolitischen Risiken führte zu Gewinnmitnahmen bei dem als sicherer Hafen geltenden Rohstoff.


