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Ölpreise erholen sich trotz drohender Wochenverluste durch Iran-Gespräche

Brent und WTI legen im asiatischen Handel zu, während Fortschritte bei US-Iran-Friedensgesprächen die Märkte bewegen.

Ölpreise erholen sich trotz drohender Wochenverluste durch Iran-Gespräche

Die Ölpreise haben am Freitag im asiatischen Handel zugelegt und sich damit von den jüngsten Verlusten erholt. Brent-Öl-Futures für Juli stiegen um 1,5 Prozent auf 104,12 US-Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate (WTI) um 1,0 Prozent auf 93,84 US-Dollar pro Barrel zulegte. Auslöser der Erholung war die anhaltende Unsicherheit über den Ausgang der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran.

Trotz der Tageserholung verzeichneten Brent und WTI im Wochenverlauf deutliche Verluste von 4 bis 7 Prozent. Optimistische Äußerungen von US-Vertretern zu den Verhandlungen mit Teheran hatten die Preise unter Druck gesetzt, da die Märkte auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts hofften. Im Wochenvergleich notieren die Preise jedoch immer noch zwischen 50 und 70 Prozent höher – ein Zeichen dafür, wie stark die Lage die globalen Energiemärkte seit Beginn der Krise belastet.

Trumps Signale und ihre Wirkung auf den Ölmarkt

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang der Woche erklärt, einen geplanten Militärschlag gegen den Iran verschoben zu haben und Fortschritte in den Gesprächen signalisiert. Später äußerte er, der Iran-Konflikt befinde sich in der Endphase. Diese Aussagen sorgten für erheblichen Abwärtsdruck auf die Ölpreise, da Investoren auf eine Entspannung der Lage setzten.

Gleichzeitig bekräftigte Trump am Donnerstag die Notwendigkeit, die Uranvorräte des Irans zu beschlagnahmen, und erklärte, er sei bereit, Angriffe gegen den Iran anzuordnen, sollten die Verhandlungen keine Fortschritte bringen. Der Iran seinerseits erklärte, die jüngste Position der USA zu einem Friedensabkommen zu prüfen. Berichten vom Donnerstag zufolge hatten beide Seiten einen endgültigen Entwurf für ein Abkommen ausgearbeitet – eine Entwicklung, die jedoch von keiner der beiden Seiten bestätigt wurde.

Straße von Hormus bleibt kritischer Engpass

Ein wesentlicher Faktor für die weiterhin erhöhten Ölpreise ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Die Unterbrechungen in dieser strategisch bedeutenden Meerenge legen rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots lahm. Die Ölströme durch die Straße blieben gering, was das globale Angebot unter erheblichem Druck hält.

Besonders die asiatischen Märkte sind von dem Ausfall in Hormus betroffen. Die USA haben ihre Ölexporte hochgefahren, um die entstandene Versorgungslücke zu schließen. Zudem verlängerte Washington Anfang der Woche eine Ausnahmeregelung von den Sanktionen für russisches Öl auf dem Seeweg, um die Versorgungsengpässe weiter zu mildern.

Zusätzliche Spannungen entstehen durch Berichte, wonach der Iran Maßnahmen zur Erhebung von Transitgebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus vorbereitet. Dieses Vorhaben wurde von US-Vertretern weitgehend abgelehnt. Die USA und der Iran vertreten zudem gegensätzliche Standpunkte hinsichtlich der iranischen Uranvorräte und der Kontrolle über die Meerenge – zwei Kernfragen, die eine Einigung bislang verhindern.

Die Lage bleibt damit für Anleger und Energiemärkte weltweit hochrelevant: Jede neue Aussage aus Washington oder Teheran kann die Preise kurzfristig stark bewegen. Solange keine verbindliche Einigung erzielt wird, dürfte die Volatilität am Ölmarkt anhalten.

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