Ölpreise auf Vier-Monats-Hoch: Iran-Konflikt und US-Winterkrise treiben Preise
Brent-Öl steigt auf 68,96 Dollar – Geopolitische Risiken und Produktionsausfälle befeuern Rally

Die Ölpreise haben am Donnerstag im asiatischen Handel ein Vier-Monats-Hoch erreicht und ihre jüngste Aufwärtsbewegung fortgesetzt. Brent-Rohöl verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 68,96 Dollar je Barrel, während die US-Sorte WTI um 0,9 Prozent auf 63,75 Dollar kletterte. Händler schlagen eine deutlich höhere Risikoprämie auf den Rohstoff auf.
Auslöser der Preisrally sind eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump erwägt Berichten zufolge militärische Maßnahmen gegen Teheran, einschließlich potenzieller Angriffe auf Führungspersonen und nukleare Infrastruktur. Der Iran wies Trumps Forderungen nach einer Wiederaufnahme der Beziehungen und einem Verzicht auf nukleare Ambitionen zurück und drohte mit Vergeltung.
Die Märkte befürchten erhebliche Störungen der iranischen Rohölproduktion im Falle eines militärischen Konflikts. Verstärkt werden diese Sorgen durch die Präsenz US-amerikanischer Kriegsschiffe im Nahen Osten. Trump kündigte zudem an, weitere Schiffe in die Region zu entsenden.
Winterkrise belastet US-Produktion
Parallel zu den geopolitischen Risiken belasten Produktionsausfälle in den USA die globale Versorgungslage. Ein massiver Wintersturm mit extremer Kälte hat in weiten Teilen des Landes die Rohölförderung lahmgelegt. Berichten zufolge fielen in der vergangenen Woche mindestens zwei Millionen Barrel pro Tag aus, während gleichzeitig die Exporte von der Golfküste unterbrochen wurden.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits in den offiziellen Lagerdaten: Die US-Ölreserven sanken in der Woche bis zum 23. Januar um 2,3 Millionen Barrel – deutlich stärker als die erwarteten 0,2 Millionen Barrel. Analysten rechnen bei anhaltenden Produktionsausfällen mit einer weiteren Verknappung der amerikanischen Ölversorgung.
Dollar-Schwäche stützt zusätzlich
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Zur AktienanalyseUnterstützung erhielten die Ölpreise auch von einem schwächeren US-Dollar. Die amerikanische Währung verlor an Wert, nachdem die Federal Reserve die Zinssätze wie erwartet unverändert gelassen hatte. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl für Käufer mit anderen Währungen günstiger und erhöht tendenziell die Nachfrage.
Die Kombination aus geopolitischen Risiken, Versorgungsengpässen und währungstechnischen Faktoren hat den Ölpreis auf das höchste Niveau seit vier Monaten getrieben. Händler beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten sowie die Wettersituation in den USA weiterhin aufmerksam.


