ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise auf Mehrmonatshoch: Trump droht Iran mit Militärschlag

Brent-Öl steigt im Januar um 16 Prozent – größter monatlicher Gewinn seit drei Jahren

Ölpreise auf Mehrmonatshoch: Trump droht Iran mit Militärschlag

Die Ölpreise steuern auf ihre stärksten monatlichen Gewinne seit Jahren zu. Auslöser ist die eskalierende Krise im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem Militärschlag gedroht hat. Die Märkte fürchten Unterbrechungen der Öllieferungen aus einem der größten OPEC-Produzenten.

Brent-Rohöl notierte am Freitagmorgen bei 70,50 Dollar pro Barrel, nachdem der Preis am Vortag um 3,4 Prozent gestiegen war und den höchsten Stand seit Ende Juli erreicht hatte. Das US-Rohöl WTI lag bei 65,03 Dollar pro Barrel. Beide Ölsorten verzeichnen damit ihren ersten monatlichen Gewinn seit einem halben Jahr.

Brent-Öl legte im Januar um mehr als 16 Prozent zu – der größte monatliche Sprung seit Januar 2022. WTI steuert auf ein Plus von über 14 Prozent zu, was den stärksten monatlichen Anstieg seit Juli 2023 bedeuten würde.

Militärische Aufrüstung im Nahen Osten

Die Spannungen haben sich durch eine massive militärische Aufrüstung der USA im Nahen Osten verschärft. Trump forderte den Iran am Mittwoch ultimativ auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und ein Atomabkommen zu schließen – andernfalls drohe ein US-Angriff. Teheran kündigte umgehend harte Vergeltungsmaßnahmen an.

"Dies hat dazu geführt, dass eine zusätzliche Risikoprämie in den Ölpreis eingerechnet wurde", erklärt Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG. Händler berücksichtigen mögliche Störungen der iranischen Exporte oder Unterbrechungen der Transporte durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Die Trump-Administration empfängt diese Woche hochrangige Verteidigungs- und Geheimdienstvertreter aus Israel und Saudi-Arabien zu separaten Gesprächen über den Iran. US-Beamte betonen jedoch, dass Trump seine Optionen noch prüfe und keine finale Entscheidung getroffen habe.

Analysten erwarten begrenzte Militäraktion

JPMorgan-Analysten um Natasha Kaneva rechnen nicht mit langwierigen Unterbrechungen der Ölversorgung. "Angesichts der erhöhten Inflation und der diesjährigen Zwischenwahlen erwarten wir keine langwierigen Störungen", schreiben sie. Sollte es zu Militärschlägen kommen, würden diese gezielt erfolgen und die iranische Ölinfrastruktur meiden.

Citi geht mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit von zurückhaltenden Maßnahmen aus, einschließlich begrenzter US-Aktionen und der Beschlagnahmung von Öltankern.

Produktionsstörungen in mehreren Ländern

Zusätzlich belasten Störungen in Kasachstan, Russland und Venezuela die globale Ölversorgung. Im Januar waren zusammen 1,5 Millionen Barrel pro Tag betroffen. Die arktische Kältewelle in den USA reduzierte die dortige Rohölproduktion um geschätzte 340.000 Barrel pro Tag.

Kasachstan kündigte am Mittwoch an, das riesige Tengiz-Ölfeld stufenweise wieder hochzufahren. Drei unerklärte elektrische Brände hatten Anfang Januar die Produktion um 7,2 Millionen Barrel beeinträchtigt. Ziel ist es, innerhalb einer Woche die volle Produktion zu erreichen.

In Russland behindert schlechtes Wetter die Ölexporte. Venezuela musste die Produktion nach der Absetzung von Präsident Nicolas Maduro durch US-Streitkräfte kürzen. Die Trump-Administration lockerte am Donnerstag allerdings weitreichend die Sanktionen gegen die venezolanische Ölindustrie, was Produktion und Investitionen fördern könnte.

ÖlpreisBrent-ÖlWTIIran-KriseTrump

Disclaimer