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Ölpreis steigt um 4 Dollar – Geopolitische Risiken treiben WTI

WTI-Rohöl ist in den vergangenen Tagen um etwa 4 Dollar pro Barrel gestiegen. Grund sind zunehmende geopolitische Spannungen im Iran und Venezuela, die eine Risikoprämie in den Ölmarkt bringen.

Ölpreis steigt um 4 Dollar – Geopolitische Risiken treiben WTI

Der Ölpreis hat zum Jahresbeginn deutlich zugelegt. WTI-Rohöl verteuerte sich binnen weniger Tage um rund 4 Dollar pro Barrel. Während diese Bewegung keine Panik signalisiert, zeigt sie doch die wachsende Nervosität der Anleger angesichts geopolitischer Unsicherheiten.

Iran-Krise verschärft sich

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die eskalierenden Proteste im Iran. Die regierungsfeindlichen Demonstrationen nehmen zu, während sich die Lebensbedingungen durch wirtschaftliche Belastungen und klimabedingte Probleme verschlechtern. Sollten die USA militärisch eingreifen und die Opposition unterstützen, könnte dies die Ölnachfrage stützen und die Preise über 66 Dollar pro Barrel halten.

Der Iran ist der viertgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC+ und verfügt über ein mächtiges Druckmittel: die Straße von Hormus. Eine Blockade dieser wichtigen Handelsroute erscheint jedoch unwahrscheinlich, da sie auch China, einen der wichtigsten Partner Irans, treffen würde.

Venezuela-Faktor könnte Preise dämpfen

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf Venezuela nach der Absetzung von Präsident Nicolas Maduro. Das Land verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölreserven von schätzungsweise 303 Milliarden Barrel. Sollten die USA größere Kontrolle über den venezolanischen Ölsektor erlangen und Investitionen wieder aufgenommen werden, könnte das Ölangebot steigen und Preisdruck nach unten erzeugen.

China als entscheidender Faktor

Die Reaktion Chinas wird für die weitere Entwicklung entscheidend sein. Peking ist ein enger Verbündeter Teherans und könnte versuchen, weitere US-Maßnahmen gegen ein Land zu verhindern, das eng mit seinen Interessen verbunden ist. Dies erhöht das Risiko eines breiteren Konflikts, insbesondere angesichts der Interessen Russlands und Chinas in der Region.

Technische Marktlage

Aus charttechnischer Sicht bewegen sich die Ölpreise derzeit in einer Konsolidierungsphase zwischen 55 und 61 Dollar pro Barrel. Nach einem gescheiterten Versuch, unter die Unterstützung von 55 Dollar zu fallen, testen Käufer nun das obere Ende dieser Spanne. Bei einem Ausbruch liegt das nächste Ziel bei etwa 66 Dollar pro Barrel.

Sollten die Worst-Case-Szenarien vermieden werden, könnten die Ölpreise kurzfristig unter Druck geraten. Ein starker Preisanstieg erscheint zum jetzigen Zeitpunkt jedoch unwahrscheinlich. Anleger lenken vorsichtshalber Gelder in traditionelle sichere Häfen wie Gold und Silber sowie in Rohöl.

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