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Ölpreis stabil trotz überraschendem Lageraufbau in den USA

Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche deutlich stärker gestiegen als erwartet. Trotz eines Zuwachses von 5,3 Millionen Barrel zeigten sich die Ölpreise nachbörslich robust.

Ölpreis stabil trotz überraschendem Lageraufbau in den USA

Die US-Rohöl-Futures reagierten am Dienstag gelassen auf einen überraschend starken Anstieg der amerikanischen Ölreserven. Nach Veröffentlichung der Daten des American Petroleum Institute (API) notierten die WTI-Rohöl-Futures bei 61,12 US-Dollar pro Barrel und hielten damit das Niveau vom regulären Handelsschluss, als sie mit einem Plus von 2,8 Prozent bei 61,15 Dollar geschlossen hatten.

Lagerbestände deutlich über Erwartungen

Laut API-Daten stiegen die US-Rohölbestände in der Woche zum 9. Januar um etwa 5,3 Millionen Barrel. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von rund 2 Millionen Barrel gerechnet. Der tatsächliche Anstieg lag damit mehr als doppelt so hoch wie die Markterwartungen.

Besonders auffällig entwickelten sich auch die Benzinvorräte, die um etwa 8,2 Millionen Barrel zulegten. Die Destillatbestände, zu denen Diesel und Heizöl zählen, verzeichneten einen Anstieg von rund 4,3 Millionen Barrel. Diese deutlichen Zuwächse über alle Produktkategorien hinweg deuten auf eine robuste Versorgungslage am US-Energiemarkt hin.

Offizielle Daten stehen noch aus

Die API-Zahlen gelten als wichtiger Frühindikator für die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung. Der offizielle Wochenbericht wird am Mittwoch um 16:30 Uhr deutscher Zeit von der Energy Information Administration (EIA) veröffentlicht. Erfahrungsgemäß können die offiziellen Zahlen von den API-Daten abweichen, geben aber meist die gleiche Tendenz wieder.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung der US-Ölbestände von besonderer Bedeutung, da sie direkten Einfluss auf die globalen Energiepreise und damit auch auf die europäischen Märkte hat. Die robusten Lagerbestände könnten mittelfristig für eine Entspannung bei den Rohölpreisen sorgen.

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