Ölpipeline in East Los Angeles gebrochen – Teile bald wieder in Betrieb
Plains All American nimmt nicht betroffene Abschnitte der beschädigten Line 63 in Kürze wieder in Betrieb – Raffinerien im Raum Los Angeles unter Druck.

Ein Pipelinebruch in East Los Angeles hat am Freitag für Aufregung in der regionalen Energieversorgung gesorgt. Plains All American gab bekannt, dass das Unternehmen nicht betroffene Abschnitte der beschädigten Erdölpipeline in Kürze wieder in Betrieb nehmen werde. Die Leitung war zuvor infolge eines Bruchs vollständig stillgelegt worden.
Laut Unternehmensangaben wurde die Pipeline von einem Dritten bei Erdarbeiten beschädigt. Bei der betroffenen Leitung handelt es sich um die sogenannte Line 63, die Rohöl aus dem San Joaquin Valley sammelt und zur Weiterleitung an eine andere Pipeline sowie an lokale Raffinerien verteilt – so zwei Handelsquellen.
Ölaustritt und Einsatzkräfte vor Ort
Einsatzkräfte vor Ort schätzten, dass etwa fünf Gallonen Öl pro Sekunde aus der Leitung austraten, wie Aaron Katon, Fire Captain des Los Angeles County, mitteilte. Der Betreiber schaltete die Leitung nach rund 30 Minuten ab. Ein Teil des ausgetretenen Öls floss dabei in einen Regenwasserkanal. Verletzte gab es durch den Vorfall keine, wie die Feuerwehr bestätigte.
Die Feuerwehr teilte zudem mit, dass koordinierte Aufräumarbeiten im Gange seien. Das Rohr sei an der Quelle abgeriegelt und der Durchfluss gestoppt worden. Angaben zur Gesamtmenge des ausgetretenen Öls machte das Unternehmen nicht.
Versorgungsengpass trifft Raffinerien zu ungünstigem Zeitpunkt
Die Plains-Tochter Pacific Pipeline werde den nicht betroffenen Teil der Pipeline innerhalb der nächsten Stunden wieder anfahren, um Beeinträchtigungen für die umliegenden Raffinerien zu minimieren. Eine teilweise Stilllegung der Pipeline könnte die Rohölversorgung regionaler Raffinerien stören und die Verarbeitung beeinträchtigen.
Der Vorfall trifft die Region zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Der US-israelische Krieg gegen den Iran hat die Kraftstoffpreise in der Region stark in die Höhe getrieben. Die Benzinpreise in Kalifornien lagen am Freitag bei 6,131 US-Dollar – dem landesweit höchsten Wert.
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Zur Aktienanalyse„Den Raffinerien im Raum Los Angeles mangelt es an Rohöl, und sie sind stark auf ausländisches Öl angewiesen. Dies verschärft das Problem", sagte ein kalifornischer Rohölhändler, der als eine der Handelsquellen fungierte. Die Abhängigkeit von Importöl macht die Region besonders anfällig für Versorgungsunterbrechungen jeder Art.
Für deutsche Anleger und Beobachter des Energiemarkts ist der Vorfall ein weiteres Beispiel dafür, wie Infrastrukturausfälle und geopolitische Spannungen gemeinsam die regionalen Kraftstoffpreise in die Höhe treiben können. Ähnliche Dynamiken sind auch in Europa bekannt, wo Pipelineausfälle und Importabhängigkeiten regelmäßig für Preisvolatilität sorgen.


