Ölbedarf erreicht voraussichtlich im Jahr 2029 Höhepunkt aufgrund von Elektroautos
Ölmarktbericht der IEA besagt, dass die weltweite Nachfrage nach Öl zwischen 2022 und 2028 um sechs Prozent auf 105,7 Millionen Barrel pro Tag steigen wird

Die steigende Sensibilisierung für den Klimaschaden durch Öl beeinflusst zunehmend die Nachfrage nach diesem fossilen Brennstoff. Laut einer Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der weltweite Ölverbrauch voraussichtlich in diesem Jahrzehnt seinen Höhepunkt erreichen.
Der mittelfristige Ölmarktbericht der IEA besagt, dass die weltweite Nachfrage nach Öl zwischen 2022 und 2028 um sechs Prozent auf 105,7 Millionen Barrel pro Tag steigen wird, hauptsächlich aufgrund des Flugsektors und der petrochemischen Industrie. Dennoch wird die jährliche Nachfrage nach Öl ab 2028 langsamer ansteigen.
IEA-Direktor Fatih Birol betont, dass die Umstellung auf saubere Energien Fahrt aufnimmt und ein Höhepunkt in der weltweiten Ölnachfrage vor Ende dieses Jahrzehnts in Sicht ist. Insbesondere im Transportsektor wird ab 2026 durch den verstärkten Einsatz von Elektrofahrzeugen und Biosprit weniger Öl benötigt werden. Birol fordert die Ölproduzenten auf, den Wandel genau zu beobachten und ihre Investitionsentscheidungen so zu treffen, dass ein geordneter Übergang gewährleistet wird.
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Zur AktienanalyseAuch die Analysten von BloombergNEF kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen. Sie prognostizieren, dass die Gesamtnachfrage nach Öl bis 2029 ihren Höhepunkt erreichen wird. Im Transportsektor wird dieser Wendepunkt sogar schon 2027 erwartet. Bereits jetzt sparen Elektroautos, die auf den Straßen unterwegs sind, täglich 1,5 Millionen Barrel Öl ein. Der weltweite Verkauf von Elektroautos stieg um 62 Prozent.


