ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Öl-Bulle kauft Energieaktien trotz massivem Rohölpreisverfall

Brent und WTI verloren in fünf Handelstagen je 16 Prozent – doch Experte Kevin Muir sieht genau jetzt eine Kaufchance.

Öl-Bulle kauft Energieaktien trotz massivem Rohölpreisverfall

Ein mögliches Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran setzt die Ölmärkte massiv unter Druck. Die globale Referenzsorte Brent und die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) verloren innerhalb von nur fünf Handelstagen jeweils rund 16 Prozent an Wert. Anleger, die auf steigende Ölpreise gesetzt hatten, stehen damit vor erheblichen Verlusten.

Die Logik hinter dem Preisrückgang ist einfach: Ein Friedensabkommen mit dem Iran würde bedeuten, dass iranisches Öl wieder ungehindert auf den Weltmarkt fließen könnte. Das würde das globale Angebot deutlich ausweiten und die Preise weiter belasten. Viele Marktteilnehmer haben entsprechend reagiert und ihre Long-Positionen im Energiesektor abgebaut.

Contrarian-Wette gegen den Markttrend

Doch nicht alle Investoren teilen diese pessimistische Einschätzung. Kevin Muir, ehemaliger institutioneller Händler und heute bekannter Finanzautor und Blogger, schwimmt bewusst gegen den Strom. In seinem viel beachteten „Call of the Day" argumentiert Muir, dass die Erwartung sinkender Ölpreise im Falle eines Iran-Abkommens schlicht „zu offensichtlich" sei. Für ihn ist genau das ein Signal, jetzt mit dem Kauf von Öl und Energieaktien zu beginnen.

Muirs Ansatz folgt einer klassischen Contrarian-Logik: Wenn eine Markterwartung so weit verbreitet ist, dass sie bereits vollständig in den Kursen eingepreist wurde, verliert sie ihren Überraschungseffekt. Der eigentliche Kursimpuls entsteht dann nicht mehr durch das Ereignis selbst, sondern durch die Abweichung von der Erwartung. Tritt das Iran-Abkommen also tatsächlich ein, könnte der Markt bereits „verkauft" haben – und eine Erholung einsetzen.

Risiko oder Chance im Energiesektor?

Für deutsche Privatanleger ist die Situation besonders relevant, da Energieaktien einen bedeutenden Teil vieler Depots und ETFs ausmachen. Der Rückgang bei Brent und WTI um je 16 Prozent in so kurzer Zeit ist historisch gesehen ein außergewöhnlich starker Einbruch und spiegelt die Nervosität der Märkte wider.

Muirs These ist zweifellos gewagt – er selbst bezeichnet sie als „wahnsinnige" Wette. Dennoch verweist er darauf, dass der aktuelle Zeitpunkt für antizyklische Käufer interessant sein könnte. Die Frage, ob ein Iran-Deal tatsächlich zustande kommt und welche konkreten Mengen an Öl dadurch auf den Markt kämen, bleibt dabei offen.

Anleger sollten beachten, dass Rohstoffmärkte von einer Vielzahl geopolitischer und wirtschaftlicher Faktoren abhängen. Die Entwicklungen rund um mögliche Verhandlungen zwischen Washington und Teheran bleiben daher ein zentraler Treiber für den Ölpreis in den kommenden Wochen.

ÖlpreisEnergieaktienKevin MuirBrentWTIIran AbkommenRohöl Contrarian

Disclaimer