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Oklo-Aktie steigt nach DOE-Genehmigung der Aurora-Reaktorsicherheitsanalyse

Das US-Energieministerium genehmigt die vorläufige Sicherheitsanalyse für Oklos Aurora-Kraftwerk – ein wichtiger Meilenstein im Zulassungsverfahren.

Oklo-Aktie steigt nach DOE-Genehmigung der Aurora-Reaktorsicherheitsanalyse

Die Aktie von Oklo Inc. (NYSE: OKLO) legte am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu. Auslöser war die Genehmigung der vorläufigen dokumentierten Sicherheitsanalyse (Preliminary Documented Safety Analysis) für das Aurora-Kraftwerk des Unternehmens durch das Idaho Operations Office des US-Energieministeriums (DOE).

Das Aurora-Kraftwerk soll im Idaho National Laboratory (INL) errichtet werden und stellt das erste der von Oklo geplanten Schnellspaltungs-Kraftwerke dar. Die Genehmigung markiert einen wichtigen Schritt im Rahmen des Reaktor-Pilotprogramms des DOE und umfasst eine detaillierte Prüfung der vorläufigen Sicherheitsgrundlagen für Aurora-INL.

Konkret beinhaltet die genehmigte Analyse folgende Bereiche:

  • Gefahrenanalyse des Projekts
  • Unfallanalyse
  • Sicherheitskontrollen
  • Designverpflichtungen

Zugang zu wiederaufbereitetem Brennstoff aus historischem Reaktor

Oklo wurde im Rahmen eines wettbewerbsorientierten DOE-Verfahrens, das 2019 eingeleitet wurde, Zugang zu zurückgewonnenem Brennstoff aus dem Experimental Breeder Reactor-II (EBR-II) gewährt. Im selben Jahr erhielt das Unternehmen eine Standortnutzungsgenehmigung am INL für das Aurora-Kraftwerk. Der EBR-II war ein experimenteller Schneller Brüter, der jahrzehntelang am INL betrieben wurde und wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung moderner Kernreaktoren lieferte.

Das Aurora-Projekt schreitet parallel zur Aurora-Brennelementfertigungsanlage von Oklo voran. In dieser Anlage wird das Unternehmen die ersten Brennelemente für Aurora-INL aus EBR-II-Brennstoff herstellen. Das Idaho Operations Office des DOE hatte die vorläufige dokumentierte Sicherheitsanalyse dieser Brennstoffanlage bereits im Dezember 2025 genehmigt – womit sie die erste im Rahmen des Fuel Line Pilot Program des DOE zugelassene Anlage ist.

Doppelstrategie: DOE-Pilotprogramm und NRC-Lizenzierung

Durch das Reaktor-Pilotprogramm erwartet Oklo, frühzeitige Einsatz- und Betriebserfahrungen mit Aurora-INL zu sammeln. Gleichzeitig strebt das Unternehmen weiterhin die Lizenzierung durch die US-Atomaufsichtsbehörde (Nuclear Regulatory Commission, NRC) an, um den künftigen kommerziellen Betrieb zu unterstützen. Das DOE-Pilotprogramm bietet dabei einen regulatorischen Rahmen für den Bau und Betrieb fortschrittlicher Nuklearprojekte unter Aufsicht des Ministeriums.

Oklo verfolgt mit seiner Technologie eine breitere strategische Agenda: Das Unternehmen entwickelt Schnellspaltungs-Kraftwerke zur Bereitstellung sauberer Energie, baut eine inländische Lieferkette für kritische Isotope auf und treibt das Recycling von Kernbrennstoffen voran. Ziel ist es, verbrauchten Kernbrennstoff in saubere Energie umzuwandeln – ein Ansatz, der im Kontext der globalen Energiewende und der wachsenden Nachfrage nach CO₂-armen Energiequellen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Für deutsche Anleger ist Oklo als Vertreter der neuen Generation von Kernkraftunternehmen interessant, die auf sogenannte Advanced Reactors setzen. Diese kleineren, modularen Reaktorkonzepte gelten international als vielversprechende Ergänzung zu erneuerbaren Energien und stoßen auch in der europäischen Energiepolitik auf wachsendes Interesse.

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