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Ohio-Republikaner Max Miller bleibt trotz Misshandlungsvorwürfen im Rennen

Eine entscheidende GOP-Frist zur Kandidatenersetzung ist verstrichen – Miller kämpft weiter um seinen Sitz im US-Repräsentantenhaus.

Ohio-Republikaner Max Miller bleibt trotz Misshandlungsvorwürfen im Rennen

Der republikanische Abgeordnete Max Miller aus Ohio wird seine Kandidatur für die Wiederwahl im November fortsetzen. Die entscheidende Frist, innerhalb derer die Republikanische Partei (GOP) ihn als Kandidaten im 7. Kongresswahlbezirk von Ohio hätte ersetzen können, ist verstrichen – trotz massiven Drucks aus den eigenen Reihen.

Nach dem Recht des US-Bundesstaates Ohio hatten die Republikaner bis Montag um 16:00 Uhr Zeit, einen Ersatzkandidaten zu benennen. Da die zuständigen lokalen Parteifunktionäre jedoch mindestens zwei Tage vor einer entsprechenden Sitzung benachrichtigt werden müssen, wäre ein Rücktritt Millers spätestens bis Samstag notwendig gewesen. Dies geschah nicht – womit die Frist faktisch verpasst ist.

Miller könnte theoretisch noch zurücktreten und seinen Namen von der Wahlliste streichen lassen. In diesem Fall stünden die Republikaner im 7. Kongresswahlbezirk jedoch ohne Kandidaten da – ein politisch heikles Szenario, während die Partei um ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus kämpft. Ein Sprecher Millers reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Schwere Vorwürfe und parteiinterner Druck

Hintergrund der Rücktrittsforderungen sind Anschuldigungen von Millers Ex-Frau Emily Moreno. Sie behauptet, Miller habe sie und die gemeinsame junge Tochter körperlich misshandelt. Miller weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Der Druck aus den eigenen Reihen ist dennoch erheblich: Millers Schwiegervater, der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio, bezeichnete den Amtsinhaber am vergangenen Wochenende öffentlich als „Gefahr" und forderte ihn zum Rücktritt auf. Auch der republikanische Senator Jon Husted aus Ohio schloss sich den Forderungen an, dass Miller sein Amt niederlegen und seinen Wahlkampf beenden solle.

Rückendeckung erhält Miller hingegen von höchster Stelle: Präsident Donald Trump und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson (Republikaner aus Louisiana), halten weiterhin an ihm fest. Diese Unterstützung dürfte entscheidend dazu beigetragen haben, dass Miller bislang nicht zurückgetreten ist.

Ethikausschuss leitet Untersuchung ein

Der Ethikausschuss des US-Repräsentantenhauses leitete vergangene Woche eine formelle Untersuchung ein. Geprüft werden soll, ob Miller in häusliche Gewalt, Missbrauch oder illegalen Drogenkonsum verwickelt war. Bemerkenswert: Miller selbst hatte das Gremium zuvor um eine solche Untersuchung gebeten.

Im November wird Miller voraussichtlich gegen den Demokraten Brian Poindexter antreten. Der 7. Wahlbezirk in Ohio galt bislang als sichere Hochburg der Republikaner. Angesichts der anhaltenden Kontroverse könnte das Rennen jedoch enger werden als erwartet – zu einem ungünstigen Zeitpunkt für eine Partei, die ihre knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen muss.

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